RIMs Antwort auf das iPhone

Erste Bilder vom Blackberry Storm

Jürgen Hill ist Teamleiter Technologie. Thematisch ist der studierte Diplom-Journalist und Informatiker im Bereich Communications mit all seinen Facetten zuhause. 
Vodafone wird voraussichtlich ab November den Storm von Blackberry-Anbieter RIM in Europa vertreiben. Das Touchscreen-Modell gilt als Antwort der Kanadier auf das iPhone.
Der erste Blackberry mit Touchscreen macht zumindest auf Bildern - hier die Web-Seite von verizonwireless - eine schicke Figur.
Der erste Blackberry mit Touchscreen macht zumindest auf Bildern - hier die Web-Seite von verizonwireless - eine schicke Figur.

CIOs und IT-Administratoren dürfen wieder aufatmen. Liefen sie bislang Gefahr, die Sicherheit ihrer mobilen IT-Infrastruktur diskreditieren zu müssen, weil einige Hedonisten in den Führungsetagen unbedingt ein iPhone mit seinen Sicherheitsschwächen nutzen wollten, können sie diesen demnächst ebenfalls einen Blackberry in die Hand geben. Der kanadische Blackberry-Hersteller RIM, in der Vergangenheit eher für seine grundsoliden, aber spaßbefreiten Arbeitsmaschinen bekannt, arbeitet an einem schicken Modell mit Touchscreen. Damit verfolgt das Unternehmen seine Strategie weiter, verstärkt auch Produkte anzubieten, die auch den Freizeitaspekt berücksichtigen beziehungsweise für Consumer interessant sind. So hatte die Company erst jüngst mit Unite! eine Consumer-Variante ihrer Server-Software vorgestellt oder mit dem als Klapphandy konzipierten Blackberry 8220 neue Wege beschritten, um nur zwei Beispiele zu nennen.

Der Storm, ist nun ein weiterer Versuch der Kanadier, neue Kunden zu gewinnen. Das Gerät mit der Typenbezeichnung 9530 besticht, wie ein Bild auf der Web-Seite von verizonwireless zeigt, durch sein schickes Design. Angesichts der Optik, einem vollwertigen HTML-Browser und der Bildschirmtastatur sprechen Apple Fanboys nur abwertend von einem weiteren iPhone-Clone. Wobei das Gerät mit Features wie einer 3,2 Megapixel Kamera oder einem Touchscreen, der Berührungen mit einer Art vibrieren bestätigt, sowie der Push-Mail-Infrastruktur von RIM durchaus entscheidende Unterschiede aufweist.

Abzuwarten bleibt allerdings, ob die Bildschirmtastatur in der Praxis beim E-Mail-Schreiben eingefleischte Blackberry-User wirklich überzeugen kann. Preislich soll sich der Storm, der wohl in Europa anfangs exklusiv von Vodafone vertrieben wird, an den iPhone-Preisen mit Vertrag orientieren. (dpa/hi)