ERP-Anbieter schauen über den Tellerrand

Vice President Software & SaaS Markets PAC Germany
Für die Anbieter von Enterprise-Resource-Planning-Lösungen (ERP) geht es zurzeit in erster Linie darum, zusätzliche Funktionen in ihre Suiten zu integrieren. CRM, SCM und RFID sind keine Fremdworte mehr.

Viele Nutzer von betriebswirtschaftlicher Standardsoftware sind auf der Suche nach zusätzlichen Funktionen für die Geschäftsdatenanalyse, die Verwaltung ihrer Lieferketten (Supply-Chain-Management) und zur Verbesserung ihrer Kundenbeziehungen (Customer-Relationship-Management).

Konzerne und größere Mittelständler hat SAP fest im Griff. Im Geschäft mit kleinen und mittleren Unternehmen tummeln sich dagegen wesentlich mehr Anbieter.
Konzerne und größere Mittelständler hat SAP fest im Griff. Im Geschäft mit kleinen und mittleren Unternehmen tummeln sich dagegen wesentlich mehr Anbieter.

Sie schauen sich hierzu bei ihren bisherigen Lieferanten für Enterprise-Resource-Planning um, erwägen mitunter aber auch den Kauf eines anderen Anbieters.

Standorte steuern

Neben den Anwendern, die Erweiterungen suchen, gibt es andere, die ihre ERP-Lösung auf ein anderes Produkt migrieren möchten, da das Altsystem neuen Anforderungen nicht mehr entspricht, schlecht in andere vorhandene Applikationen integriert ist und nur mit viel Aufwand in diese Richtung getrimmt werden kann. Insbesondere im Mittelstand ist die Zahl der Wechselwilligen groß. Dazu zählen Fertigungsunternehmen, die unterschiedliche Standorte in ihre IT-Landschaft einbinden wollen. Firmen aus verschiedenen Branchen suchen darüber hinaus Systeme für Finanzbuchhaltung und Controlling.

Galt es bisher, vor allem die Abläufe eines Unternehmens mittels ERP in den Griff zu bekommen, gehen Anwender nun dazu über, IT-Systeme mit ihren Lieferanten und Kunden zu verzahnen. Dies setzt neben einem Datenaustausch Ablaufsteuerungen für unternehmensübergreifende Geschäftsprozesse voraus.

Microsoft Business Solutions (Halle 4, Stand A38) etwa zeigt auf seinen Ständen, wie der Geschäftsablauf in kleinen und mittelständischen Firmen im Idealfall ablaufen kann. Dazu zählen die reibungslose Verzahnung von Betriebsabläufen und die Einbindung von Kunden und Partnern in ein Unternehmen. Der Softwarekonzern hat hierzu eine virtuelle Referenzfirma "gegründet". Gezeigt werden auf der Messe die Version 4.0 von "Microsoft Dynamics AX" sowie die deutsche Version von "Microsoft Dynamics CRM 3.0".