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Ernst & Young entlässt 400 Mitarbeiter

02.02.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Das Beratungsunternehmen Ernst & Young hat fünf Prozent seiner 8000 im US-amerikanischen Consulting-Geschäft tätigen Mitarbeiter entlassen. Firmensprecher Larry Parnell erklärte, die Entlassungen stünden im Zusammenhang mit dem möglichen Verkauf der US-Consulting-Einheit an das Pariser Beratungshaus Cap Gemini. Ernst & Young wolle sich weg vom traditionellen Beratungsgeschäft und hin zur modernen Consulting-Company für B2B-E-Commerce (Business-to-Business), Supply-Chain-Management und Internet-basierte Projekte entwickeln.

Jeder der "Großen Fünf" im Beratungsgeschäft - neben Ernst & Young gehören KPMG, Deloitte & Touche, Andersen Consulting und Pricewaterhouse-Coopers dazu - versuchen derzeit, ihre Consulting-Dienste dem durch E-Commerce veränderten Markt anzupassen. Erst vor kurzem hat KPMG eine separate Geschäftseinheit für sein Beratungsgeschäft gegründet - als ersten Schritt für den Börsengang. Die neue Company namens KPMG Consulting soll zu 80,1 Prozent der KPMG und zu 19,9 den Netzwerkern von Cisco Systems gehören. Im Oktober 1999 hatte Pricewaterhouse-Coopers rund 1000 Stellen in der Verwaltung und im internen Support gestrichen, um sich mehr auf die E-Commerce-Beratung zu konzentrieren.