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Ericsson will Halbleitergeschäft loswerden

20.08.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Im Zuge seiner am Freitag angekündigten Restrukturierung (Computerwoche online berichtete) will sich der schwedische Mobilfunkkonzern Ericsson offenbar von seiner Microelectronics Division trennen. Diese kämpft wie andere Player der Branche mit Umsatzeinbußen. Die "Financial Times" berichtet, das Unternehmen habe die US-Investmentbank Merill Lynch damit beauftragt, sich auf die Suche nach Kaufinteressenten zu machen. Beide Unternehmen wollten die Meldung nicht kommentieren.

Ericssons Halbleiter-Bereich fertigt für die Schweden selbst, aber auch für andere Anbieter. Er beschäftigt rund 2500 Mitarbeiter und erzielte zuletzt einen Jahresumsatz von mehr als fünf Milliarden Kronen (umgerechnet 530 Millionen Euro), der Gewinn beziehungsweise Verlust ist nicht bekannt. Experten schätzen, dass Ericsson mit einem Verkauf ein bis zwei Milliarden Dollar erlösen könnte.