ST-Ericsson

Ericsson schreibt Teile der defizitären Chiptochter ab

20.12.2012
Kehraus bei Ericsson: Der schwedische Telekomausrüster schreibt eine knappe Milliarde Euro auf das defizitäre Chip-Jointventure ST-Ericsson ab.
Ericsson-Chef Hans Vestberg
Ericsson-Chef Hans Vestberg
Foto: Ericsson

Die Belastung in Höhe von acht Milliarden Schwedischen Kronen (umgerechnet 0,92 Milliarden Euro) werde im vierten Quartal vorgenommen, teilte Ericsson am Donnerstag in Stockholm mit. Zudem kündigten die Schweden an, das Gemeinschaftsunternehmen nicht vollständig übernehmen zu wollen.

Vor einer Woche hatte der Partner der Schweden, Europas größter Halbleiterhersteller STMicroelectronics, angekündigt, das Chip-Joint-Venture beenden zu wollen. Der Ausstieg aus ST-Ericsson werde voraussichtlich während des dritten Quartals 2013 vollzogen.

ST-Ericsson hatte zuvor versucht, seine Kosten zu drücken, um endlich schwarze Zahlen zu schreiben. Das im Februar 2009 gegründete Jointventure für Mobilfunkchips belastet die Bilanzen von Ericsson und STMicro bereits seit geraumer Zeit. Im dritten Quartal konnte ST-Ericsson seinen Verlust zwar von 224 auf 174 Millionen Euro verringern, dabei ging aber auch der Umsatz zurück. (dpa/tc)

Newsletter 'Netzwerke' bestellen!