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Ericsson möchte Riverstone Networks übernehmen

20.03.2006
Der schwedische Netzausrüster Ericsson hat Lucent bei der Auktion für die Aktiva des bankrotten Metro-Ethernet-Routerherstellers Riverstone Networks überboten.

178 Millionen Dollar in bar sind Ericsson die Assets wert, die Riverstone im Rahmen einer Auktion nach Paragraph 363 des US-amerikanischen Konkursrechts zu versilbern versucht. Lucent hatte Anfang letzten Monats 170 Millionen Dollar geboten (siehe "Lucent schnappt sich die Überreste von Riverstone"). Gleichzeitig kündigte Riverstone aber seine Auktion an.

Ob Lucent nun nochmals höher bieten wird, ist unklar. "Wir sind disziplinierte Einkäufer und werden tun, was für unser eigenes Geschäft und unsere Aktionäre am besten ist", orakelte ein Lucent-Sprecher. "Wir haben ein faires Angebot vorgelegt, werden den weiteren Verlauf im Auge behalten und unsere Optionen sorgfältig abwägen."

Ericsson, bislang vor allem als Mobilfunkausrüster bekannt, möchte sich weiter im Festnetzbereich verstärken. "Wir haben kürzlich Marconi übernommen, und das hier ist ein weiterer Schritt beim Ausbau unsere Position als Geschäftspartner für Festnetzbetreiber und der Kooperation mit ihnen in puncto Breitband-Konvergenz", erklärte eine Ericsson-Sprecherin.

Riverstone und seine Berater prüfen nach eigenen Angaben gerade das Angebot der Schweden. Dieses wurde kurz vor Ende der Angebotsfrist am 16. März eingereicht; weitere Gebote lagen bis dahin nicht vor. Die Auktion soll nun heute über die Bühne gehen. (tc)