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Ericsson: Handy-Flaute hält bis 2002 an

04.09.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der schwedische TK-Ausrüster Ericsson warnte am heutigen Dienstag davor, dass es Anzeichen für eine Verschlechterung des Mobiltelefonmarkts gebe und das langsame Wachstum in diesem Segment bis 2002 anhalten könnte. Das erklärte Firmenchef Kurt Hellström vor Analysten in London. Bei der Veröffentlichung seines Ergebnisses für das zweite Fiskalquartal hatte Ericsson noch angekündigt, für das gesamte Jahr maximal mit einem geringen Wachstum zu rechnen. Inzwischen geht Finanzchef Sten Fornell eher von einem Nullwachstum aus. Ähnlich werde auch das Jahr 2002 ausfallen, fügte er hinzu. Der Chief Financial Officer (CFO) wies vor allem auf die sich schnell verschlechternde Situation im südamerikanischen Mobiltelefonmarkt hin, wo man mit neuen Investitionen zurückhaltend sei. An dieser Situation werde sich bis zum kommenden Jahr nichts ändern.

Die Nachfrage nach Handys in Japan und China ist laut Fornell jedoch nach wie vor groß. Der restliche asiatische und europäische Markt wiesen allerdings schwache Verkaufszahlen auf. Fornell prognostiziert im Gegensatz zu früher nun eine eher schrittweise Verbreitung der GPRS-Technologie (General Packet Radio Services). Schuld an der Verzögerung seien die Lieferschwierigkeiten der GPRS-Gerätehersteller sowie die derzeitige Konjunkturflaute.

Die Anleger reagierten enttäuscht auf die Nachrichten: Das Ericsson-Papier sank am heutigen Dienstagmittag um 8,6 Prozent auf 46,50 Schwedische Kronen.