Stellenabbau geplant

Ergebnisrückgang bei Funkwerk

12.08.2008
Der TK-Ausrüster Funkwerk hat im zweiten Quartal einen Rückgang beim Ergebnis verbucht.

Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) sank auf 1,1 Millionen Euro nach 1,5 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum, wie Funkwerk am Dienstag in Kölleda mitteilte. Als Sorgenkind erwies sich die Sparte Enterprise Communication mit Produkten für den Internetzugang. In diesem Bereich seien bereits kleinere Produktionsstandorte geschlossen worden. Außerdem sollen bis Jahresende etwa 100 der insgesamt 1664 Mitarbeiter entlassen werden. Die Umsätze im zweiten Quartal stagnierten bei 69,8 Millionen Euro.

"Wir rechnen im traditionell stärkeren zweiten Halbjahr weiterhin mit einem Anstieg der Erlöse und einer überproportionalen Zunahme der Erträge", sagte Vorstandsvorsitzender Hans Grundner. Bis zum Jahresende rechnet er mit einem Umsatz von 310 Millionen Euro und damit einem Plus von 20 Millionen Euro im Vergleich zu 2007. Dazu soll vor allem der Geschäftsbereich Traffic & Control Communication beitragen, dessen Einnahmen im ersten Halbjahr um 28 Prozent auf 74,3 Millionen Euro gewachsen sind. Bei Echtzeit-Informationssystemen für Bahnverkehrsbetriebe habe Funkwerk die Marktführerschaft übernommen.

Eine positive Entwicklung verspricht sich Grundner auch von der Schaffung des neuen Geschäftsfeldes Security Communication. Dafür sollen Videosysteme für die Überwachung von Großanlagen und Systeme zur Ortung von Mitarbeitern in Unternehmen mit Gefahrenpotenzial zusammengeführt werden. "Wir sind hier gut gerüstet, um in dem wachsenden Markt der Sicherheitstechnik zukünftig eine maßgebliche Rolle als Systemanbieter zu spielen", sagte Grundner.

Einen Dämpfer gab es in der Sparte Enterprise Communication. Der Umsatz sank im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um fast ein Drittel von knapp 21 auf 14,4 Millionen Euro. Die Restrukturierung in diesem Bereich sei jedoch bereits vorangeschritten, sagte Grundner. Damit könne der Abwärtstrend gestoppt werden. (dpa/tc)