Neue ERP-Suite

Epicor beschleunigt Transaktionen

Tobias Wendehost beschäftigt sich als Volontär aktuell mit verschiedenen Hardwarethemen und stellt täglich ein Gadget des Tages vor. Ansonsten arbeitet er sich thematisch durch die Ressorts Job und Karriere, Software, Netzwerke und Mobile sowie IT-Strategie. Wer möchte, kann Tobias bei Twitter (@tubezweinull) folgen oder bei Xing eine Nachricht schreiben.
Das neue Upgrade "Epicor ERP" soll bis zu 7,5 mal schneller Transaktionen verarbeiten als die Vorgängerversion.

Zum Gesamtpaket der neuen ERP-Lösung gehören nach Angaben von Epicor insgesamt 300 neue Funktionen und Erweiterungen. Hierzu zählen beispielsweise Installationstools für die Implementierung neuer Prozesse. Speziell für die Fertigungsindustrie integriert die Release-Version 9.05.700 eine neue Benutzerführung für Preisangaben und technische Arbeitsprozesse. Erweiterte Funktionen für die Lieferkette sollen etwa die Verarbeitung von 150.000 Seriennummern pro Transaktion ermöglichen.

Der Fokus bei der Entwicklung der neuen Version lag laut Epicor bei der Verarbeitungsgeschwindigkeit der Software. "In einigen Fällen konnten wir die Verarbeitungszeit um den Faktor 7,5 steigern", sagt Paul Farrell, Executive Vice President, Worldwide Research and Development, ERP bei Epicor.

Mit dem Programm richtet sich Epicor vor allem an mittelständische Unternehmen aus der Fertigungsindustrie, dem Handel sowie für Dienstleistungsfirmen. Epicor ERP ist seit dieser Woche in 60 Ländern verfügbar. Ein Upgrade von älteren Versionen auf das neue Paket sei kein Problem, versprachen die Verantwortlichen. Wie viel die neue ERP-Suite kostet, teilte der Hersteller allerdings nicht mit.

Neben der neuen On-Premise-ERP-Anwendung möchte Epicor auch beim Thema Cloud Computing mitmischen. Seit 2010 bietet das Unternehmen ERP-Applikationen als Software as a Service (SaaS) an. Allerdings wird das Angebot nur mäßig angenommen und ist in erster Linie in den USA präsent. "Unsere Erfahrung ist, dass bisher nur wenige Firmen bereit sind, Kernkompetenzen in die Cloud zu verlagern", so Farrell. Dennoch hofft man beim Softwareunternehmen, dass die Skepsis abnimmt.

Dabei helfen soll die Zusammenarbeit mit Microsoft. So soll die "Epicor Internet Component Environment Business Architecture" (ICE) auf Basis von Windows Azure weiterentwickelt werden. Die dritte Version von Epicor ICE sieht laut Hersteller Angebote als Platform as a Service (PaaS) sowie Infrastructure as a Service (IaaS) vor.