Enterprise Architecture soll SOA-Projekte vorantreiben

22.09.2006
Ohne den strategischen Rahmen einer Enterprise Architecture lassen sich größere SOA-Vorhaben nur schwer umsetzen. So lautete eine Kernbotschaft auf den SOA Days der Deutschen Post.
Johannes Helbig, Deutsche Post
Johannes Helbig, Deutsche Post

"SOA ist eine Management-Technik zur Komplexitätsbeherrschung." Mit dieser Einschätzung eröffnete Johannes Helbig, CIO des Post-Konzernbereichs Brief, die "SOA Days 2006 Technology Conference". Wie sich Unternehmen im Wettbewerb differenzieren können, zähle für das Management heute zu den wichtigsten Fragen. Zugleich steige der Druck, schneller auf Veränderungen zu reagieren. Wer die daraus resultierende Komplexität beherrsche, habe langfristig die Nase vorn, so Helbig. IT-Manager seien aufgrund ihrer Ausbildung und Erfahrungen prädestiniert für diese Aufgabe.

Andererseits geraten Service-orientierte Architekturen häufig selbst zu komplexen Projekten. Um sie in den Griff zu bekommen, sollten sich Unternehmen dem weiter gefassten Konzept der Enterprise Architecture (EA) bedienen, empfahlen einige Referenten. "Viele SOA-Projekte werden spektakulär scheitern", prognostizierte Anne Thomas Manes vom US-amerikanischen Beratungsunternehmen Burton Group. Schuld daran seien nicht die Technik sondern kulturelle und politische Probleme. Nachhaltigen Erfolg bringe nur eine strategische Planung. Dazu gehöre eine Enterprise-Perspektive ebenso wie ein Governance-Programm und eine robuste Runtime-Infrastruktur für die SOA.

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