Gartner-Umfrage

Energieverbrauch im Data Center ist oft eine Black Box

Wolfgang Herrmann ist Deputy Editorial Director der IDG-Publikationen COMPUTERWOCHE und CIO. Zuvor war er Chefredakteur der Schwesterpublikation TecChannel und stellvertretender Chefredakteur COMPUTERWOCHE. Zu seinen thematischen Schwerpunkten gehören Cloud Computing, Data Center, Virtualisierung und Big Data.
Kaum ein IT-Manager misst und kontrolliert den Stromverbrauch im Data Center systematisch, monieren Gartner-Analysten.

Das Marktforschungs- und Beratungshaus Gartner beruft sich auf eine Online-Umfrage unter 130 IT-Managern aus dem Bereich Infrastructure and Operations. Zwar ständen Green-IT-Themen nach wie vor weit oben auf der Prioritätenliste. Gehe es aber um die konkrete Umsetzung, beispielsweise das Beschaffen von "grünen" Produkten oder diesbezügliche Verhandlungen mit Lieferanten, lasse das Engagement der Data-Center-Verantwortlichen deutlich zu wünschen übrig. Ohne spezialisierte Tools wie etwa Dashboards zur Verbrauchsmessung könnten Unternehmen aber weder ihre Energiekosten senken noch einschlägige Compliance-Anforderungen erfüllen, warnen die Auguren.

Tatsächlich fördert die Erhebung Widersprüchliches zutage: So gaben 68 Prozent der Befragten an, das Thema Energie-Management sei in den kommenden 18-Monaten ein wichtiger Punkt in ihren Green-IT-Bemühungen. Doch lediglich sieben Prozent sehen im Einkauf energieeffizienter Systeme eine Top-Priorität. Gleiches gilt für den Druck auf die IT-Anbieter, derartige Produkte zu liefern.

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