Die gefräßigsten Stromfresser im RZ

Energiereduktion im Security-Bereich

Dr. Klaus Manhart hat an der LMU München Logik/Wissenschaftstheorie studiert. Seit 1999 ist er freier Fachautor für IT und Wissenschaft und seit 2005 Lehrbeauftragter an der Uni München für Computersimulation. Schwerpunkte im Bereich IT-Journalismus sind Internet, Business-Computing, Linux und Mobilanwendungen.
Hohe IT-Sicherheit kostet viel Energie - ein Dilemma, das in Konkurrenz zu Zielen wie Green IT und Kostenreduktion steht. Doch mit einigen einfachen Maßnahmen lässt sich dieser Konflikt auflösen.
Typische Anteile von IT-Hardware und Betriebstechnik am Stromverbrauch im Rechenzentrum (Quelle: dena).
Typische Anteile von IT-Hardware und Betriebstechnik am Stromverbrauch im Rechenzentrum (Quelle: dena).

Sicherheit ist heute das A und O in der IT. Unterbrechungsfreie Stromversorgung, Notstromaggregate und redundant ausgelegte Systeme gewährleisten eine hohe Verfügbarkeit. Doch die kostet zusätzliche Energie - was auf den ersten Blick konträr steht zu aktuellen Bestrebungen, den Strombedarf in Rechenzentren zu reduzieren.

Tatsächlich sind moderne IT-Komponenten heute aber nicht nur ausfallsicher, sondern in der Regel auch energieeffizient ausgelegt. Der Stromverbrauch kann weiter deutlich gesenkt werden, wenn ein Konzept für die Betriebssicherheit ausgearbeitet wird, das sich am IT-Bedarf orientiert - also etwa auf unnötige Komponenten verzichtet.

Stromfresser Server

Und man sollte natürlich die gefräßigsten Stromfresser im IT-Bereich kennen, um gegebenenfalls Gegenmaßnahmen zu ergreifen. So verbrauchen laut einer Statistik der Deutschen Energie Agentur die eigentliche IT-Hardware und Server mit 50 Prozent am meisten Energie. Innerhalb der Betriebstechnik folgen dann Kühlaggregate (25 Prozent), die Lüftung (12 Prozent) und die unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV, 10 Prozent). Netzteile, Beleuchtung und andere kleinere Komponenten schlagen mit lediglich drei Prozent zu Buche.

Durch gezielte Maßnahmen lässt sich der Strombedarf dieser RZ-Komponenten deutlich senken. Beispielsweise durch eine effizientere Hardware oder Virtualisierung im Serverbereich oder die Optimierung der Lüftung, Kühlung und Stromversorgung. Weitere Details hierzu lesen Sie im kostenlosen Energieeffizienz-Leitfaden der Deutschen Energie Agentur.