Leiter der IBM-Anwendergruppe

Endlich raus aus der Mainframe-Ecke

Johannes Klostermeier ist ein freier Journalist aus Berlin. Zu seinen Spezialgebieten zählen unter anderem die Bereiche Public IT, Telekommunikation und Social Media. Auf cio.de schreibt er über CIO Auf- und Aussteiger.
Der neue Leiter Frank Wondrak will die GSE für Anwender der Software Group öffnen. Für ihn das ein Kommunikations- und Marketingproblem.
Frank Wondrak will mit der GSE alle Branchen erreichen, auch Automotive, Chemie und Pharma.
Frank Wondrak will mit der GSE alle Branchen erreichen, auch Automotive, Chemie und Pharma.
Foto: KDRS

Seit Anfang des Jahres ist Frank Wondrak der neue Region Manager der IBM Usergroup Guide Share Europe (GSE). Hauptamtlich arbeitet er als Vorsitzender der Geschäftsführung der Kommunalen Datenverarbeitung Region Stuttgart (KDRS) und des Rechenzentrums Region Stuttgart GmbH. Wondrak ist intensiver Mainframe-, Blade- und SAP-Anwender und will die Anwendergruppe mit neuen Marketingideen für viele Branchen attraktiv machen.

Unsere Schwesterpublikation CIO.de sprach mit dem Diplom-Wirtschaftsinformatiker über seine Doppelaufgabe als Vorsitzender der Geschäftsführung der Kommunalen Datenverarbeitung Region Stuttgart/Rechenzentrum Region Stuttgart GmbH, einer der größten Dienstleistungsorganisationen im Segment der kommunalen Gebietsrechenzentren in Deutschland, und als Leiter der IBM User Group GSE.

CIO.de: Was ist die IBM User Group GSE?

Frank Wondrak: Die IBM Usergroup GSE ist die größte und auch die bedeutendste IBM-Anwendungsvereinigung in Europa. Auf der Arbeitsebene ist sie in nationale Regionen unterteilt. Ich bin seit einem Jahr der Leiter der deutschen Organisation. Unsere Grundlagen sind die Arbeitsgruppen, die von den Mitgliedern der beigetretenen Unternehmen bestückt werden. Die haben ganz feste Themen wie etwa IBM Websphere, Systemmanagement in Rechenzentren, APL Programmiersprache.

CIO.de: Was sind Ihre Aufgaben?

Wondrak: Die Repräsentanten tauschen sich unter Beteiligung eines IBM-Vertreters zu den Themen aus und geben IBM damit Input für die weitere Entwicklung. Wir wollen IBM mit den Anforderungen konfrontieren, die aus der Anwendungspraxis der Unternehmen geboren werden. Der deutsche Sektionsleiter hat eine Repräsentationsfunktion für die rund 50 Arbeitsgruppen in Deutschland. Er soll die deutschen Sichtweisen und Interessen im europäischen Kontext vertreten und ist auf Executive-Ebene Ansprechpartner der IBM.

CIO.de: Funktioniert das gut?

Wondrak: Traditionell gut funktioniert die Interaktion in den rund 50 Arbeitsgruppen. Da läuft auch die Kommunikation mit der IBM relativ gut. Das ist mehr eine technische, auf Arbeitsebene bezogene Vorgehensweise. Die IBM ist mit Anwenderunternehmen bestückt, die auf den IBM Mainframe gesetzt haben. Sie haben damit einen Vertriebsbeauftragten bei der IBM.