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Endlich: Japans Bürger testen UMTS

30.05.2001
Am heutigen Mittwoch eröffnete der NTT-Docomo-President Keiji Tachikawa die öffentliche UMTS-Testphase in Japan. 4500 Japaner dürfen als erste Anwender weltweit den neuen 3G-Standard ausprobieren.

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Am heutigen Mittwoch fiel in Japan der Startschuss für die öffentlichen UMTS-Tests. Insgesamt 4500 japanische Bürger wurden ausgewählt, um den neuen Mobilfunkstandard vier Monate lang auszuprobieren. In einer feierlichen Zeremonie erklärte Keiji Tachikawa, President des japanischen TK-Konzerns NTT Docomo, die Tests für eröffnet: "Heute schlagen wir die erste Seite der mobilen Telekommunikation des 21. Jahrhunderts auf." Damit können die Japaner als erste Anwender weltweit mit dem Mobilfunkstandard der dritten Generation experimentieren. Die Testpersonen müssen zwar die anfallenden Telefongebühren zahlen, die monatlichen Grundgebühren fallen jedoch weg. Zudem werden die Mobiltelefone von NTT Docomo gestellt. Bislang können allerdings noch nicht alle Tester an den Versuchen teilnehmen, da nur eine geringe Zahl der Personen die entsprechenden Endgeräte bereits erhalten haben. NEC und Matsushita haben erst vor kurzem

mit der Produktion der UMTS-Mobiltelefone begonnen.

Die breite UMTS-Einführung auf dem japanischen Markt soll nach Beendigung der öffentlichen Testphase im Spätsommer statt finden. Ende April hatte NTT Docomo den für Ende Mai geplanten offiziellen Start aufgrund der gravierenden Engpässe bei der Herstellung von UMTS-Telefonen um vier Monate verschoben (Computerwoche online berichtete).