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EMTS-Auslandstöchter melden Konkurs an

06.03.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die österreichische Handy-Servicefirma EMTS Technologie AG, jüngst durch den Verdacht auf Bilanzmanipulationen in die Schlagzeilen geraten (Computerwoche online berichtete), muss einer Adhoc-Mitteilung zufolge für ihre Niederlassungen in den Niederlanden und Frankreich Konkurs anmelden. Auch eine schwedische Tochter (EMTS Center AB) ist insolvent. Großkunde Nokia hatte den Österreichern den Vertrag gekündigt und den genannten Ablegern, die nach Angaben von EMTS zwischen 70 und 90 Prozent ihres Geschäfts mit dem finnischen Konzern machten, die Grundlage entzogen. Im vergangenen Jahr erzielten die betroffenen Gesellschaften zusammen Einnahmen von rund 17,6 Millionen Euro. EMTS unterhält weiterhin Niederlassungen in Österreich, Deutschland, Dänemark, Estland,

Finnland, Italien, Norwegen, Schweden und Spanien.

Außerdem teilt das Unternehmen mit, Georg Serentschy habe sein Aufsichtratsmandat niedergelegt. Offiziell lautet die Begründung, der hauptberufliche Chef der österreichischen TK-Regulierungsbehörde RTR könne "ein derart aufwändiges Aufsichtsratsmandat nicht mehr weiter ausüben". Im Gremium verbleiben damit Thomas Lenzinger (Präsident), Rene Riefler und Walter Schadenfroh. (tc)