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EMC und Hitachi streiten sich um Qwest

09.11.2001
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MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Zwischen den Storage-Spezialisten EMC und Hitachi Data Systems (HDS) ist ein Streit darüber entbrannt, wer von den beiden als Hauptlieferant für den US-Carrier Qwest Communications gelten kann. EMC behauptet, dem Konkurrenten die amerikanischen Telefongesellschaft als Kunden weggeschnappt zu haben. HDS hingegen bestreitet dies vehement. Qwest selbst hält sich dagegen aus dem Streit heraus. "In unserem Geschäft gibt es keine Exklusiv-Lieferanten", äußerte sich Unternehmenssprecherin Claire Maledon ausweichend. Genaue Angaben darüber, welche Technik ihr Unternehmen derzeit im Einsatz hat, wollte sie nicht geben.

EMC-Sprecher Greg Eden hatte in der vergangenen Woche behauptet, Qwest würde seine derzeit in Betrieb befindlichen HDS-Speichersysteme ausmustern und statt dessen künftig EMC-Technologie einsetzen. Sein Unternehmen hätte in diesem Zusammenhang erst kürzlich einen größeren Lieferauftrag von dem Carrier erhalten. Diese Darstellung sei falsch, konterte HDS-Vertriebsleiter Scott Genereux; Qwest sei weiterhin Kunde seines Unternehmens. HDS habe in der Vergangenheit lediglich einige ältere, nicht mehr in Gebrauch befindliche Modellreihen bei Qwest ausgetauscht. (jw)