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EMC kann Gewinn mehr als versiebenfachen

16.10.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der Storage-Spezialist EMC hat heute vor Öffnung der US-Börsen seine Zahlen zum dritten Fiskalquartal veröffentlicht. Den Nettogewinn konnte das Unternehmen auf 159 Millionen Dollar oder sieben Cent pro Aktie mehr als versiebenfachen im Vergleich zu einem Profit von 21,3 Millionen Dollar aus dem Vorjahresquartal. Den Umsatz steigerte die in Hopkinton, Massachusetts, ansässige Firma von 1,26 Milliarden Dollar um 20 Prozent auf 1,51 Milliarden Dollar. "Wir liegen auf Kurs für ein zweistelliges Umsatzplus für 2003. Mit elf Prozent mehr Umsatz in den ersten neuen Monaten im Vergleich mit 2002 ist es klar, dass wir unseren Marktanteil weiter ausbauen", erklärte CEO (Chief Executive Officer) Joseph Tucci.

EMC operiert in den drei Sparten Information Storage Systems, Software und Services. Mit seinen klassischen Arrays setzte der Hersteller 801 Millionen Dollar um, 21 Prozent mehr als im Vorjahresquartal. Der Softwarebereich legte um 22 Prozent auf 344,6 Millionen Dollar zu, mit Services erlöste das Unternehmen 341,1 Millionen Dollar, ebenfalls 22 Prozent mehr im Jahresvergleich. EMC bemüht sich seit geraumer Zeit, seine Abhängigkeit vom Hardwaregeschäft zu verringern. Im vergangenen Juli hatte es den Backup- und Recovery-Softwarespezialisten übernommen (Computerwoche online berichtete, diese Transaktion soll kommende Woche abgeschlossen sein), am Dienstag dieser Woche folgte die Ankündigung, man werde den ECM-Softwareanbieter Documentum kaufen.

Falls beide Deals planmäßig laufen, erwartet EMC für das laufende vierte Quartal Einnahmen zwischen 1,74 und 1,78 Milliarden Dollar. Der Gewinn pro Aktie soll um die fünf Cent liegen (Documentum schmälert erst einmal das Ergebnis unterm Strich). 2004 will EMC bereits 26 Prozent seiner Einnahmen mit Software erlösen, zu Ende kommenden Jahres soll der Anteil sogar schon bei 27 Prozent liegen. (tc)