VFCache

EMC bringt Flash-Karten für Server

Matthias ist das neueste Mitglied der COMPUTERWOCHE-Redaktion und schwerpunktmäßig der Print-Ausgabe zugeordnet. Dort verantwortet der studierte Journalist die News im Ressort Produkte & Praxis. Weiter schreibt er querbeet über Software, mobile Lösungen, Endgeräte, Strategien und was sonst noch die IT-Welt bewegt.
Die handlichen PCIe-Karten "VFCache" mit ihrem Flash-Speicher sind für den Markt gedacht, den der junge Hersteller Fusion-IO geschaffen hat.

Die unter dem Codenamen "Lightning" entwickelten kleinen PCIe-Steckkarten mit Flash-Speicher für Server wirken auf den ersten Blick für EMC eher untypisch. Schließlich ist das Unternehmen für seine großen Disk-Arrays der Symmetrix-Reihe bekannt.

Bei näherer Betrachtung gibt VFCache jedoch als Konter gegen den jungen Speicherausstatter Fusion-IO Sinn. Der Herausforderer bietet bereits seit 2008 PCI-Karten mit Flash-Speicher für Server an - und das mit beachtlichem Markterfolg.

Foto: EMC

Während Fusion-IO mit seiner Lösung jedoch hauptsächlich Betreiber von Web-Services umwirbt, will EMC seine Flash-Karten mittelfristig solchen Kunden näherbringen, die Business-kritische Applikationen betreiben.

Dafür plant EMC auch schon den nächsten Schritt und will auf Lightning "Thunder" folgen lassen. Hinter dem Codenamen steht eine komplett Flash-basierende Appliance mit VFCache für die Integration in Server-Racks. Thunder soll mehrere Millionen Ein- und Ausgaben pro Millisekunde ermöglichen.

Bereits jetzt sollen die VFCache-Karten, die Gerüchten zufolge von Micron produziert werden, den Datendurchsatz um das Dreifache beschleunigen - bei um 60 Prozent verkürzter Latenzzeit. Laut EMC beschleunigen die PCIe-Karten außerdem die Performance durch eine Integration mit FAST-Technik (FAST = Fully Automated Storage Tiering). Der Einstieg von EMC in den Flash-Speicher-Markt ist auch als Zeichen zu verstehen: Speicherchips mit niedrigem Energieverbrauch und einer flotten Datenübertragungsrate sind im Server-Bereich angekommen.