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EMC bohrt Storage-System für Einsteiger auf

08.01.2008
Mit neuen Systemen aus der Clariion-Familie will der Speicherspezialist die wachsenden Storage-Anforderungen kleiner und mittelgroßer Unternehmen befriedigen. Die Geräte lassen sich bis zu einem Volumen von 60 Terabyte ausbauen. Die Preise beginnen ab 6000 Euro.

EMC bringt mit den "Clariion-AX4"-Systemen eine neue Speicherfamilie für kleine und mittelgroße Firmen auf den Markt. Die Geräte sollen die AX150-Generation der Clariion-Klasse ablösen. Eine AX4-Konfiguration lässt sich aus bis zu fünf Storage-Systemen zusammenstellen. Jeden Speicher können die Anwender mit bis zu zwölf Festplatten bestücken. Damit lassen sich AX4-Umgebungen bis zu einem Speichervolumen von 60 Terabyte (TB) skalieren. Allerdings sind derzeit nur Drives mit einer maximalen Kapazität von 750 Gigabyte (GB) verfügbar. Die 1-TB-Varianten sollen ab März dieses Jahres auf den Markt kommen.

Kunden können in der AX4-Klasse sowohl Serial-Attached-SCSI-(SAS) wie auch Serial-Advanced-Technology Attachment-(SATA-)Drives verwenden. Auch ein Mischbetrieb beider Festplattentypen ist laut Hersteller möglich. Die AX4-Storage-Systeme lassen sich mit einer Fibre-Channel-(FC-) oder iSCSI-Schnittstelle ordern. Einen Preisunterschied zwischen beiden Varianten soll es nicht geben. Eine AX4-Konfiguration soll sich mit bis zu 64 physikalischen beziehungsweise virtuellen Servern verbinden lassen. Integriert sind ferner zwei Raid-Controller mit je 1 GB Cache. Außerdem bietet die neue Speicherfamilie eine Batteriepufferung, so dass sich die Geräte nach einem Stromausfall sicher herunterfahren lassen.

Verwaltet wird die AX4 mit dem EMC-eigenen Management-Tool "Navisphere". Zusätzlich bietet der Hersteller verschiedene Snapshot-, Replication- und Mirroring-Funktionen. Außerdem sollen sich mit Hilfe von Virtual-LUN- und Meta-LUN-Funktionen (LUN = Logical Unit Number) der einem Server beziehungsweise einer Anwendung zugeordnete Speicher im laufenden Betrieb verändern lassen.

Mit der AX4-Familie will EMC die gestiegenen Anforderungen kleiner und mittelgroßer Unternehmen an ihre Speicherumgebungen erfüllen. Nach Einschätzung von Barry Ader, Marketing Director von EMC, beschäftigen sich immer mehr Firmen damit, ihre Server-Landschaften zu konsolidieren. Dabei spiele auch das Thema Virtualisierung eine große Rolle (siehe auch: Virtualisierung wird zur Norm). Doch mit den neu strukturierten Server-Umgebungen stiegen auch die Bedürfnisse in Sachen Speichernetze. Gerade für mittelständische Firmen müsse sich der Speicher aber einfach und flexibel handhaben lassen. Darüber hinaus benötigten die Unternehmen ausreichend Spielraum, um die Storage-Kapazität ausbauen zu können.

Gerade regulatorische Vorschriften, komplexere Anwendungslandschaften sowie die engere Verknüpfung der IT-Systeme von Geschäftspartnern via Internet stellten immer größere Herausforderungen an die nachgelagerten Speichersysteme, bestätigt IDC-Analyst Rick Villars. Auf der anderen Seite hätten kleinere Firmen in aller Regel nicht das Know-how und das Budget, komplexe Storage-Umgebungen zu implementieren.

Mit Techniken wie Storage-Virtualisierung sowie die einfachere iSCSI-Anbindung will EMC diese Marktbedingungen berücksichtigen, erläutert EMC-Manager Ader. Aus Sicht des Herstellers werden beide Techniken in Zukunft eine immer wichtigere Rolle spielen.

Die AX4-Storage-Systeme sind ab sofort verfügbar. Die Preise für die Einstiegskonfiguration mit einer Kapazität von 3 TB beginnen bei rund 6000 Euro. (ba)