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Emagine rettet GFT vor dem Desaster

27.03.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die GFT Technologies AG verbuchte im vergangenen Geschäftsjahr einen Verlust in Höhe von 2,29 Millionen Euro. Wie das Unternehmen mitteilte, wurde das Nettoergebnis vor allem durch hohe Personalkosten beeinträchtigt, nachdem zu Beginn 2001 in Erwartung weiteren Wachstums eine "erhebliche Zahl" von Mitarbeitern eingestellt wurde. Ohne die seit August vergangenen Jahres konsolidierte Emagine-Gruppe (Computerwoche online berichtete) hätte der Konzern sogar ein Nettominus von 3,32 Millionen Euro geschrieben - nach einem Reingewinn von 1,67 Millionen Euro im Vorjahr. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) ohne den Beitrag der Deutsche-Bank-Tochter - das Finanzinstitut ist an GFT mit 25 Prozent beteiligt - fiel von 10,98 Millionen auf 1,05 Millionen Euro. Der Neukonzern insgesamt erzielte

dagegen einen Ebitda-Gewinn von 4,02 Millionen Euro.

Auch bei den Einnahmen profitierte der IT-Dienstleister aus St. Georgen von dem Zusammenschluss: So zeichnet die Emagine-Gruppe bei dem Gesamtumsatz von 147,9 Millionen Euro für 62,5 Millionen Euro verantwortlich. Die Einnahmen des Altkonzerns lagen mit 85,37 Millionen Euro etwas unter dem Stand des Vorjahres (86,45 Millionen Euro). Summa summarum gelang es GFT jedoch, das allerdings gesenkte Ziel von 144 Millionen Euro zu übertreffen. Mitte August hatte der Konzern noch einen Umsatz von 240 Millionen Euro vorhergesagt. Nach Unternehmensangaben war das Kerngeschäft Beratung und Softwareentwicklung wie in den vergangenen Jahren der umsatzstärkste Bereich und trug mit 109,2 Millionen Euro rund 74 Prozent zu den Gesamteinnahmen bei. Für das laufende Jahr strebt GFT einen Umsatz von 230 Millionen Euro an. Die Ebit-Marge soll 4,2 Prozent betragen. (mb)