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Elsa rutscht in die roten Zahlen und entlässt

21.05.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die auf Grafikkarten und Kommunikationsprodukte spezialisierte Elsa AG hat für das erste Quartal 2001 einen Quartalsverlust von 919.000 Euro ausgewiesen. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres blieb unterm Strich ein Gewinn von 1,6 Millionen Euro. Der operative Fehlbetrag betrug aktuell 0,4 Millionen Euro nach 2,3 Millionen Euro Gewinn im Berichtszeitraum des Vorjahres. Der Einbruch sei vornehmlich im Bereich der Endkunden-Grafikprodukte entstanden, so Elsa. Hier habe man sich dem allgemeinen Abwärtstrend der PC-Branche nicht entziehen können.

Der Umsatz des Aachener Herstellers ging gegenüber dem ersten Quartal 2000 (90,6 Millionen Euro) auf 80,8 Millionen Euro zurück. Bereits 51 Prozent der Einnahmen wurden im Ausland erwirtschaftet; im Vorjahresquartal betrug dieser Anteil 36 Prozent. Um Kosten zu sparen, will Elsa unter anderem die Personalkosten um zehn Prozent reduzieren. Von gut 500 Stellen am Standort Aachen werden dazu 50 abgebaut, Auslandstöchter sind nicht betroffen. 30 Mitarbeiter müssen mit einer Kündigung rechnen; die restlichen 20 Stellen entfallen nach Aussagen eines Unternehmenssprechers durch "normale Fluktuation", Mutterschutz etc. Gesteigert wurden die Forschungs- und Entwicklungsausgaben im Bereich (drahtlose) Heimnetze. Hier will Elsa in der zweiten Jahreshälfte eine neue Produktlinie einführen.