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Ellison düpiert seine Kronprinzen

25.04.2001
Noch für mindestens zehn Jahr will Oracle-Boss Lawrence "Larry" Ellison auf dem Chefsessel des Datenbankriesen verweilen - schlechte Karten also für alle, die auf seine Nachfolge spekulieren.

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Lawrence "Larry" Ellison, CEO (Chief Executive Officer) des Datenbankriesen Oracle, denkt überhaupt nicht daran, seinen Job an den Nagel zu hängen: Noch mindestens zehn Jahre lang will er das Unternehmen leiten, bevor er dessen Schicksal in die Hände eines geeigneten Nachfolgers legt.

Wer das sein könnte, ist völlig ungewiss. Auf die Frage, wer denn seiner Ansicht nach zurzeit die Nummer zwei bei Oracle sei, nannte Ellison im Rahmen eines via Web übertragenen Interviews mit Analysten von Salomon Smith Barney in einem Atemzug zwei Untergebene - Executive Vice President Safra Catz und Finanzchef Jeff Henley. Zwei in der Vergangenheit bereits als "Kronprinzen" gehandelte Oracle-Manager, nämlich (Ex-) President Ray Lane und (Ex-) Executive Vice President Gary Bloom hatten Oracle im vergangenen Jahr den Rücken gekehrt. Ellison kündigte an, er werde - ähnlich wie GE-Boss Jack Welch - mehrere potenzielle Nachfolger heranziehen und den künftigen CEO letztlich aus einer Handvoll von Mitgliedern seines Management-Teams herauspicken. Henley hat dann vermutlich eher schlechte Karten, denn er ist genauso alt wie Ellison.