Stromverbrauch senken

Elf Tipps zum Energiesparen im Data Center

Jan-Bernd Meyer betreut als leitender Redakteur Sonderpublikationen und -projekte der COMPUTERWOCHE. Auch für die im Auftrag der Deutschen Messe AG publizierten "CeBIT News" ist Meyer zuständig. Inhaltlich betreut er darüber hinaus Hardware- und Green-IT- bzw. Nachhaltigkeitsthemen sowie alles was mit politischen Hintergründen in der ITK-Szene zu tun hat.   
Gartner hat elf Empfehlungen zum Energiesparen im Rechenzentrum entwickelt. Wer sich daran hält, könne - so das Versprechen - über eine Million Kilowattstunden an Energie sparen.

Nach den Erkenntnissen von Gartner werden in Rechenzentren (RZ) bis zu 50 Prozent der gesamten Energie für die Kühlung aller Systeme benötigt. In einem Data-Center, das konsequent eine "grüne" Politik verwirklicht, ließe sich hingegen der Stromverbrauch für die Temperierung der Gerätschaft auf 15 Prozent drücken.

Grund für diese Diskrepanz ist nach den Worten von Paul McGuckin, Research Vice President bei Gartner, ein sehr "ineffizientes Design der Kühl- und Rechnersysteme." Sogar in kleinen Rechenzentren belaufe sich diese Verschwendung pro Jahr auf mehr als eine Million Kilowattstunden.

Größter Fehler: Kalt und warm mischen

Die Host Europe GmbH richtet die Racks so aus, dass die Server mit der jeweils zu kühlenden Seite in den Kaltgang zeigen.
Die Host Europe GmbH richtet die Racks so aus, dass die Server mit der jeweils zu kühlenden Seite in den Kaltgang zeigen.
Foto: Host Europe GmbH

Der größte Fehler, der in RZs gemacht wird, ist die Vermischung von kalter Luft aus den Kühlungen mit der warmen Abluft aus den Rechnern und Speichersystemen - also eine falsche RZ-Konzeption von Kalt- und Warmgängen.

Um hier Abhilfe zu schaffen, hat die Unternehmensberatung elf Best-Practice-Tipps entwickelt. Beherzigen RZ-Leiter diese Ratschläge, können sie - so verspricht es wenigstens Gartner - pro Jahr über eine Million Kilowattstunden an Energie sparen.