Elektrosmog adieu: Schweizer hängen Mobilfunkstation an einen Zeppelin

13.07.2006
In der Schweiz arbeiten Wissenschaftler an einer fliegenden Antenne für den Mobilfunk. Sie soll mit Hilfe eines Zeppelins in 21 000 Metern Höhe stationiert werden und das gesamte Land bei minimaler Strahlung versorgen.

Was das Schweizer Fernsehen Ende Juni 2006 in den Nachrichten verkündete, ließ nicht nur Mobilfunker, sondern auch Umweltaktivisten aufhorchen. Um den Elektrosmog einzudämmen und die zahlreichen Bodenstationen zu ersetzen, arbeitet ein Team aus Wissenschaftlern mit Unterstützung des Unternehmers Kamal Alavi an einer fliegenden Handy-Antenne namens "X-Station".

Der Plan sieht vor, ein mit Helium gefülltes etwa 60 Meter langes Luftschiff zusammen mit einem unbemannten Kleinflugzeug in 21 000 Metern Höhe zu stationieren. Es soll eine - eher sagenumwobene - Antenne samt Plattform transportieren. Zu den technischen Details sagen die Schweizer nichts, aber sie stellen in Aussicht, dass irgendwann das gesamte Land mit einer einzigen Station versorgt und die Strahlung um den Faktor 1000 minimiert werden könnte. Für ganz Europa wären etwa 20 X-Stations nötig, heißt es. Bei den luftigen Stationen soll es sich um veritable Alleskönner handeln. Sie sollen Telefonie, Internet, digitales Radio und Fernsehen, aber auch Überwachung per Live-Kamera - etwa bei Waldbränden - möglich machen.

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