IT & Business Excellence

SAP und American Express kooperieren

Elektronischer Zahlungsverkehr soll einfacher werden

09.11.2010
Finanzdienstleister American Express und SAP entwickeln gemeinsam eine Lösung, um Prozesse rund um den elektronischen Zahlungsverkehr einfacher und durchgängiger abwickeln zu können.

Unternehmen nutzen heute viele verschiedene Schnittstellen für elektronische Transaktionen zwischen den Softwaresystemen ihrer Banken und Lieferanten sowie der eigenen ERP-Anwendung, beschreibt SAP in einer offiziellen Mitteilung die aktuelle Situation. Durch die zahlreichen unterschiedlichen Protokolle sowie proprietären Standards und Techniken würden diese Punkt-zu-Punkt-Verbindungen zwischen den Systemen hohe Kosten für Anpassungen und Wartung verursachen: Experten taxieren den Aufwand für global aufgestellte Konzerne auf einen Betrag zwischen 35.000 und 350.000 Euro.

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Das soll in Zukunft einfacher und vor allem kostengünstiger funktionieren. American Express und SAP arbeiten gemeinsam an einer integrierten Lösung für SAP-Kunden in den USA zur durchgängigen Bearbeitung von elektronischen Zahlungen mit American Express, gab der größte deutsche Softwarehersteller bekannt. Demnach wird American Express die SAP-Technik "NetWeaver Process Integration" (PI) lizenzieren und SAP als erstes Unternehmen die neue, integrierte Lösung Buyer Initiated Payments/PI einsetzen. So sehen es die Vereinbarungen der Kooperation vor. Ziel der Zusammenarbeit ist SAP zufolge die vereinfachte Einführung von elektronischen Zahlungssystemen durch die Reduzierung von Implementierungskosten und die Anbindung der Lösungen von Drittanbietern. Die allgemeine Verfügbarkeit in den USA ist für das erste Quartal 2011 geplant.

Zahlungslösungen besser integrieren

SAP-Kunden könnten mit Hilfe der "Plug-and-Play"-Funktionalität ihre Prozesseffizienz steigern ohne hohe Anfangsinvestitionen tätigen zu müssen, versprechen die SAP-Verantwortlichen. Darüber hinaus könnten die Unternehmen ihre Abläufe schnell und einfach auf den elektronischen Zahlungsverkehr umstellen und die Entwicklungskosten bei der Implementierung reduzieren. Durch die tiefere Integration von Zahlungslösungen und Geschäftsprozessen könnten Unternehmen den Zeitpunkt von Zahlungen kontrollieren sowie optimieren und folglich ihre Liquidität erhöhen. Die gemeinsame Lösung kombiniert die Lösung "Buyer Initiated Payments" von American Express mit der Prozessintegrationstechnik (Process Integration - PI) der Technologieplattform SAP NetWeaver.

"Firmenkunden haben typischerweise fragmentierte Treasury-Arbeitsplätze, Handelssysteme, Lösungen zur Kreditoren- und Lohnbuchhaltung sowie andere Finanzlösungen zum internen und externen Datenaustausch mit Banken und Lieferanten", sagt Jeanne Capachin, Research Vice President beim Analystenhaus IDC Financial Insights. Daher seien grundsätzlich ein höherer Standardisierungsgrad der Daten und eine bessere Anbindung zwischen Käufern und Lieferanten notwendig.

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