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Elateral stoppt Börsengang

15.03.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Nur wenige Tage vor ihrem geplanten Börsengang hat die britische Softwareschmiede Elateral am gestrigen Mittwoch den Rückzug angetreten. Das auf Internet-basierte Channel-Marketing-Lösungen spezialisierte Unternehmen begründete die Kapitulation mit den derzeit schwierigen Marktkonditionen. Seit Mitte Februar 2001, als Elateral seine Börsenpläne bekannt gab, ist der Londoner Technologie-Index Techmark 100 um knapp 20 Prozent gefallen. Die Briten wollten mit ihrem Börsengang rund 48 Millionen Euro einnehmen. Die Erlöse sollten zum Ausbau der weltweiten Sales-Truppe eingesetzt werden. Das noch defizitäre Unternehmen, das 1998 mit Unterstützung der Venture-Capital-Gruppe 3i gegründet wurde, will sich nun auf das Erreichen der Gewinnzone konzentrieren. Ansonsten hoffe man auf eine Konjunkturverbesserung in den USA, um vielleicht Anfang des kommenden Jahres einen

erneuten Versuch zu wagen, erklärte Elateral-Chef Richard Watney.

Im Herbst 2000 nahm Elateral sein Geschäft auch in Deutschland auf (Computerwoche online berichtete). Als Kunden betreut die Company hierzulande unter anderem Toshiba.