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Einsteinet: Adé, ASP - vorerst zumindest

27.03.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die vor rund zwei Jahren als "Deutschlands erster ASP" (Application Service Provider) angetretene Einsteinet AG hat heute ein "weit reichendes Restrukturierungsprogramm" angekündigt. In dessen Rahmen will das Unternehmen seine ASP-Kapazitäten anpassen (= abbauen) und sich stattdessen auf Managed Outsourcing, SAP-Hosting und professionelles Systemintegrationsgeschäft konzentrieren. Letzteres war spätestens nach der Übernahme des Systemhauses Computer Partner ohnehin schon Haupteinnahmequelle der Münchner Firma.

Im Zuge des Umbaus streicht Einsteinet rund 120 Stellen. "Anders als prognostiziert und von uns erwartet, hat sich der Markt nicht so schnell entwickelt. ASP steht in Deutschland immer noch in den Startlöchern. Wir haben dafür zu große technische Kapazitäten an Rechenzentren und an Netzwerkinfrastruktur aufgebaut und zu viel in Personal investiert. Diese Kapazitäten können wir nicht wie geplant auslasten", klagte Vorstandssprecher Rudolf Hotter. Das Unternehmen zweifle aber nicht daran, dass sich sein Modell von "IT als Service" durchsetzen werde. Bestandskunden versprach er auch nach abgeschlossener Restrukturierung einen "gleichbleibend guten Service". (tc)