IT-Arbeitsmarkt

Einmal SAP-Berater, immer SAP-Berater?

Alexandra Mesmer
Karriere in der IT ist ihr Leib- und Magenthema - und das seit 14 Jahren. Langweilig? Nein, sie endeckt immer wieder neue Facetten in der IT-Arbeitswelt und in ihrem eigenen Job. Sie schreibt, redigiert, organisiert, moderiert und kümmert sich um die Online-Rubriken Karriere & Gehalt, Freiberufler, Young Professional und den Karriere-Ratgeber sowie den Karriere- und Freiberufler-Newsletter.
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Der SAP-Arbeitsmarkt ist wieder in Bewegung. Wer Branchen- und Beratungserfahrung vorweisen kann, kann sich behaupten.
Dagmar Schimansky-Geier: "Wer zehn Jahre im gleichen Projekt hängt, verliert seinen Marktwert."
Dagmar Schimansky-Geier: "Wer zehn Jahre im gleichen Projekt hängt, verliert seinen Marktwert."

Die Suchaufträge nach SAP-Beratern werden wieder mehr. Vor allem IT-Beratungsunternehmen mit ihrem Personalbedarf beleben den Arbeitsmarkt. Dagmar Schimansky-Geier konzentriert sich mit ihrer Bonner Firma 1a Zukunft auf die Platzierung von SAP-Experten: "Gefragt sind SAP-Profis mit Beratungs- und Branchenerfahrung, etwa im Handel oder in der Telekommunikation. Die Firmen wollen Mitarbeiter haben, die sofort in die Projekte einsteigen können." Berufsanfänger tun sich da schwerer. Ihnen empfiehlt die Personalberaterin, sich bei kleineren Betrieben zu bewerben oder bei Firmen, die direkt um Hochschulabsolventen werben und entsprechende Einstiegsprogramme anbieten. Ein Beispiel ist die IT-Beratung Accenture, die 70 bis 80 Prozent ihrer neuen Stellen mit Absolventen und anderen Berufseinsteigern besetzen will. Mit achtwöchigen Programmen werden dort die Anfänger an Themen wie SAP oder Java herangeführt.

Mit Wissen um die traditionellen Module wie Logistik, Finanzen und Controlling oder HR können die SAP-Berater immer noch punkten. Aber auch neue Themen werden in der SAP-Welt wichtiger: So bieten IT-Dienstleister auch den Betrieb der SAP-Applikationen an und suchen dafür Experten. Diese sollten schon SAP-Software eingeführt haben und gleichzeitig wissen, wie die Anwendungen in den Betrieb zu übernehmen sind. Solche Application-Life-cycle- oder Transition-Manager sollen sich überdies damit auskennen, wie man die Zusammenarbeit mit Off- und Nearshore-Centern organisiert. "Für diese Aufgaben eignen sich vor allem erfahrene Berater, da die Anforderungen der Firmen sehr umfassend sind", schildert Schimansky-Geier.

Grundsätzlich empfiehlt sie SAP-Experten, ihre Qualifikation aktuell zu halten und "möglichst breit zu arbeiten"" Ein zentraler Punkt sei dabei auch die Projekterfahrung: "Wer zehn Jahre im gleichen Projekt hängt, verliert seinen Marktwert", warnt sie. Einen guten SAP-Berater zeichnen überdies soziale und kommunikative Fähigkeiten, aber auch tieferes Wissen um die Prozesse in Unternehmen aus. "Die SAP-Welt ist sehr breit gefächert, und ständig kommen neue Themen dazu. Man kann in diesem Job auch alt werden", sagt die Personalberaterin. So gebe es immer mehr Berater, die sich auch noch mit über 50 Jahren behaupten.

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