Supply-Chain-Management

Einkaufsplattformen sind derzeit noch die Ausnahme

Karin Quack arbeitet als freie Autorin und Editorial Consultant vor allem zu IT-strategische und Innovations-Themen. Zuvor war sie viele Jahre lang in leitender redaktioneller Position bei der COMPUTERWOCHE tätig.
Post, Fax und E-Mail werden immer noch am häufigsten für die Beschaffung genutzt. Das belegt eine aktuelle Studie im Auftrag des Plattformanbieters SupplyOn.
Das Fax ist immer noch ein beliebtes Medium für den Einkauf.
Das Fax ist immer noch ein beliebtes Medium für den Einkauf.
Foto: Fotolia, Kebox

Die deutschen Unternehmen messen dem Einkauf und der lieferantenbezogenen Qualitätssicherung wachsende Bedeutung bei. Immer häufiger berücksichtigen sie diese Funktionen in der Organisationsstruktur und in der Ausgestaltung der Unternehmensstrategie. Aber zwischen dieser Strategie und der operativen Umsetzung klafft eine Lücke.

Das melden SupplyOn, die Plattform für unternehmensübergreifende Zusammenarbeit in der Fertigungsindustrie, und die Unternehmensberatung AMT Successfactory GmbH als Ergebnis einer Umfrage unter 83 international agierenden Unternehmen mit Sitz in Deutschland. Die Studie mit Namen "Standortbestimmung im Supply-Chain-Management: Wo stehen Einkauf und lieferantenbezogene Qualitätssicherung?" zielt darauf ab, den Reifegrad von Supply-Chain-Management-Prozessen in der deutschen Automobil-, Luftfahrt- und Fertigungsindustrie zu ermitteln. Wie sie ausweist, ist die Prozessabwicklung mit den Lieferanten derzeit noch wenig automatisiert.

Fast ein Drittel der befragten Unternehmen verwendet in der operativen Beschaffung nur die herkömmlichen Kommunikationsmittel Post, Fax und E-Mail. Etwas mehr als zehn Prozent der Befragten unterstützen alle operativen Beschaffungsprozessen mit Hilfe einer Internet-Plattform wie SupplyOn.

Den Studienergebnissen zufolge ist mehr als die Hälfte der Verantwortlichen im Qualitäts-Management mit der Leistung der Lieferanten wenig oder gar nicht zufrieden. Es hapert an den Qualitätssicherung-Maßnahmen, dem Einsatz von Qualitätsmethoden und der Disziplin in der täglichen Arbeit. Trotzdem gehen nicht einmal 30 Prozent der Befragten das Qualitätsthema mit präventiven Maßnahmen an.