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Einigung in Worldcom-Sammelklage in Sicht

09.06.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - In der Aktionärssammelklage gegen die ehemaligen Manager des Skandalkonzerns Worldcom, Bernard Ebbers (CEO), Scott Sullivan (CFO), David Myers (Controller)und Buford Yates (Chief Accounting Officer), kommt es voraussichtlich zu einem Vergleich. Nach US-Medienberichten müsse nur noch die Höhe des Schadensersatzes ausgehandelt werden. Dabei wollen die Untersuchungsbehörden ihrerseits auf eine Entschädigung verzichten, falls die Klägerseite kostenlos die Verteilung des Geldes an die geprellten Aktionäre übernimmt.

Bei dem größten Bilanzfälschungsskandal in der US-Geschichte verloren die Investoren des TK-Konzern Worldcom im Sommer 2002 insgesamt 180 Milliarden Dollar. Die Rädelsführer haben inzwischen ihre Schuld eingestanden oder wurden vor Gericht für schuldig erklärt. Das Urteil für den Firmengründer und ehemaligen CEO Ebbers wird am 13.Juli gefällt, für seine Vergehen drohen ihm rechnerisch bis zu 85 Jahre Haft.

Das Unternehmen selbst hat sich vor gut einem Jahr in MCI umbenannt, das Gläubigerschutzverfahren beendet und wurde vom Konkurrenten Verizon übernommen. (mb)