SAP-Manager Jürgen Kleinsteuber

"Einen Termin für Business ByDesign kann ich nicht nennen"

24.10.2008 | von Frank Niemann

Die Anforderungen des Kunden zählen

Kleinsteuber: Die Unternehmen haben anfangs vielleicht zehn Anwender, wissen aber, dass sie in den nächsten Monaten weitere ERP-Nutzer hinzuschalten werden.

CW: Ist das Produkt für eine Firma, die auf Dauer nicht mehr als zehn Nutzer benötigt, nicht geeignet?

Kleinsteuber: Wir müssen zunächst sehen, welche Anforderungen der Kunde hat. Wenn er nur zehn Nutzer braucht, aber Business ByDesign verwenden möchte, respektieren wir diese Entscheidung.

CW: SAP hatte angekündigt, das Produkt auch über das Internet verkaufen zu wollen. Was ist daraus geworden?

Kleinsteuber: Wir haben heute schon gegenüber Business All-in-one viel kürzere Vertriebszyklen. Während der kontrollierten Auslieferung schauen wir aber genau hin, ob die Anforderungen des Kunden auch wirklich erfüllt sind. Ein All-in-one-Verkauf dauert etwa sechs bis zwölf Monate, bei Business ByDesign gehen wir derzeit von zwei bis fünf Monaten aus.

CW: Es hat geheißen, der Kunde könne sich das System selbst im Internet zusammenstellen, ohne Hilfe von Experten. Geht das schon?

Kleinsteuber: Sie könnten das heute schon tun, diese Funktionen sind aber noch nicht freigeschaltet. Die Systeme werden heute in Zusammenarbeit mit dem Partner, den Kunden und der SAP eingerichtet.

CW: Sind Sie denn sicher, dass der Anwender künftig die Lösung selbst konfigurieren kann? Und wenn ja, wann?

Kleinsteuber: Ich kann mir das vorstellen. Einen Termin kann ich ihnen aber nicht nennen. Wir sind ja heute schon viel schneller als bei den All-in-one-Projekten. Was wir noch nicht haben, ist die Möglichkeit für den Kunden, sich die Software selbst einzurichten. Das hängt auch von der Akzeptanz und dem Wissen des Käufers ab.

Unsere Mitarbeiter und Partner beschäftigen sich täglich damit. Ob aber der Manager eines Industrieunternehmens willens ist, seine ERP-Umgebung selbst einzurichten, wird man sehen. In den nächsten Jahren wird es mehr und mehr Führungskräfte geben, für die es zum Alltag gehört, Dinge im Internet zu tun. Im Augenblick sehen wir, dass es sehr hilfreich ist, wenn der Partner den Kunden unterstützt.

CW: Das hört sich an, als würde der Kunde auch künftig nicht ohne Partner auskommen.

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