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Deutsche Post

Eine Million Anmeldungen beim Online-Brief

03.11.2010
Die Deutsche Post hat für ihren neuen Online-Brief bereits eine Million Interessenten gewonnen.
Die Post will mit ihrem Online-Angebot das Briefgeheimnis ins Internet übertragen.
Die Post will mit ihrem Online-Angebot das Briefgeheimnis ins Internet übertragen.

Das berichtete das Unternehmen am Mittwoch in Bonn. Der sogenannte E-Postbrief wurde Mitte Juli eingeführt. Privatpersonen, Behörden oder Unternehmen, die ihre Briefe daten- und rechtssicher übers Internet mit der Deutschen Post versenden wollen, müssen sich registrieren und sich eine entsprechende persönliche Mail-Adresse sichern lassen.

"Wir waren bei der Entwicklung dieser Idee davon überzeugt, dass die Innovation E-Postbrief ein Erfolg wird. Eine Million angemeldete Kunden zeigen uns, dass dieses Produkt auf eine wachsende Nachfrage stößt", sagte Brief-Konzernvorstand Jürgen Gerdes.

Die Post ist das erste Unternehmen, das einen solchen Online-Brief eingeführt hat. Sie hat aber auch Konkurrenz: Die Deutsche Telekom und United Internet (Web.de und GMX) planen ein ähnliches Angebot und verzeichneten bislang rund 700.000 vorab registrierte Kunden.

Nach Angaben der Post kennen inzwischen rund 62 Prozent aller Deutschen den E-Postbrief, dessen Einführung das Unternehmen mit einem großen Werbefeldzug begleitet.

Der elektronische Brief der Deutschen Post kostet wie ein Standardbrief 55 Cent. Er senkt nach Angaben der Post für Unternehmen und Verwaltungen die Kosten für die Postbearbeitung um bis zu 60 Prozent.

Nach Angaben der Post haben sich bereits mehr als 100 große deutsche Unternehmen und Behörden für die Nutzung des E-Postbriefs entschieden. Seit Dienstag (2. November) sei das Portal auch für kleinere Unternehmen geöffnet.

Der E-Postbrief

Die Deutsche Post ist mit ihrem E-Postbrief Mitte Juli an den Start gegangen. Sie will mit diesem Online-Angebot das Briefgeheimnis ins Internet übertragen. Den Kunden wird eine vertrauliche sowie daten- und rechtssichere Übermittlung ihrer Schreiben und Dokumente zugesagt. Dazu sollen etwa alle Arten von Rechnungen oder auch Behördenbescheinigungen gehören.

Notwendig ist für Kunden eine persönliche Registrierung, mit der auch der Nachweis der Identität gesichert wird. Diese Anmeldung ist ebenso kostenlos wie die Bereitstellung des persönlichen elektronischen Briefkastens. Auch der Empfang von E-Post kostet die Nutzer nichts.

Bezahlt werden muss nur die konkrete Leistung, die in Anspruch genommen wird. Das ist etwa bei einem Normalbrief-Versand das auch sonst übliche Standardporto von 55 Cent. Alle E-Postbriefe sind nach neuester Technik verschlüsselt.

Der Online-Brief wird von der Deutschen Post an die Empfänger entweder rein elektronisch übermittelt oder - wenn der Adressat keine eigene Registrierung hat - in ausgedruckter Form per Postboten an die Haustür gebracht.

Die Post hofft, mit ihrer Innovation Einbußen aus dem steten Rückgang beim traditionellen Briefversand ausgleichen zu können. Nach Angaben der Post wird mit der Online-Version das Briefgeheimnis ins Internet übertragen. Alle E-Postbriefe seien auf ihrem Weg verschlüsselt und könnten nicht von Unbefugten eingesehen oder verändert werden. (dpa/tc)