Tim Cook

Eine Million Aktien für den neuen Apple-Chef

28.08.2011
Der neue Apple-Chef Tim Cook hat jetzt eine Million Gründe mehr, seinen Job gut zu machen.
Der neue Apple-Chef Tim Cook: Angetreten, um zu bleiben.
Der neue Apple-Chef Tim Cook: Angetreten, um zu bleiben.
Foto: Apple

Der iPhone- Hersteller gewährte ihm als Antrittsbonus die Option auf 1.000.000 Aktien. Zum aktuellen Preis hätte das Paket einen Wert von 383,6 Millionen Dollar (umgerechnet 266 Millionen Euro). Allerdings dauert es, bis Cook von den Aktienoptionen profitieren kann. Die Hälfte wird 2016 fällig, der Rest erst 2021, wie aus einer Apple-Mitteilung an die Börsenaufsicht SEC vom Wochenende hervorgeht. Damit gibt Apple auch gleich das Signal: Cook ist angetreten, um zu bleiben.

Nicht nur Apple vertraut dem 50-jährigen Cook: Auch die Anleger haben die Zweifel nach dem Rücktritt des Chef-Visionärs Steve Jobs schnell abgelegt. Apple wurde am Freitag erneut zum wertvollsten Unternehmen der Welt vor dem Ölmulti Exxon Mobil, die Aktie steht wieder deutlich höher als vor Jobs' Rückzug am Mittwoch.

Apple-Mitbegründer Jobs hatte sich als Cooks Vorgänger mit einem Dollar Jahresgehalt begnügt. Allerdings hatte Jobs finanziell auch längst ausgesorgt: Das Magazin "Forbes" führt ihn mit einem Vermögen von 8,3 Milliarden Dollar auf Platz 110 in der Liste der reichsten Menschen der Welt. Jobs hält Anteile an Apple und war durch den Verkauf seines Animationsstudios Pixar an Disney zum größten Einzelaktionär des Unterhaltungsriesen aufgestiegen.

Cook ist seit mehr als 13 Jahren bei Apple. Er war bisher für das Tagesgeschäft verantwortlich und vertrat Jobs schon mehrfach während dessen krankheitsbedingten Auszeiten. Neben einem Grundgehalt von 800.000 Dollar bekam er dafür bereits Bonuszahlungen in Millionenhöhe.

Cook hatte bewiesen, dass er den Laden schon als Ersatzspieler am Laufen halten kann: Im vergangenen Quartal verkaufte Apple 20,3 Millionen iPhones, fast 9,3 Millionen iPads, 7,5 Millionen iPods und annähernd 4,0 Millionen Mac-Rechner. Insgesamt verdiente der Konzern 7,3 Milliarden Dollar. (dpa/tc)