Standards

Eine kleine BPM-Fibel

Eine Übersicht über die wichtigsten Standards im Bereich Business-Process-Management (BPM) gibt Saperion.
Saperion gibt einen BPM-Crashkurs.
Saperion gibt einen BPM-Crashkurs.

Saperion beobachtet die im Business Process Management relevanten Standards seit einigen Jahren und doziert zu diesem Thema in Universitäten. Zum Teil hat der Hersteller die Spezifikationen bereits in den eigenen Produkten implementiert. Im Folgenden wird erläutert, was es mit BPM, BPMN, EPK, XPDL und BPEL, sowie den neuen Akronymen ACM und CMPM auf sich hat.

Grundkurs BPM

Business Process Management (BPM) - in Deutschland eher bekannt als Geschäftsprozess-Management - wurde Anfang des Jahrtausends durch die Gartner Group und die Business Process Management Initiative (BPMI, Initiator der BPMN und inzwischen von der Object Management Group übernommen) verbreitet. BPM beschreibt ein Vorgehen zur Verbesserung von Geschäftsprozessen, ohne direkt bestimmte Methoden und Werkzeuge zu spezifizieren. Der zugrundeliegende Aspekt dabei: Es kann nur das verbessert beziehungsweise gesteuert werden, was beschrieben und bemessen ist. In einem ersten Schritt werden vorhandene Prozesse dokumentiert - von der Prozesslandkarte mit dem Überblick bis hin zum ausführbaren Workflow. Das Prinzip: Während der Ausführung von Geschäftsfallinstanzen und Vorgängen werden Daten gesammelt. Diese können im Sinne eines Monitorings genutzt werden, um zum Beispiel bei einer sich abzeichnenden Überlastung schnell gegensteuern zu können. Analysen von Daten, die über einen längeren Zeitraum gesammelt wurden, helfen dabei, Indizien für die Verbesserung der Prozesse zu finden.

Grundkurs ACM

Adaptive Case Management (ACM) - ist ein Begriff, der sich in den letzten 3 Jahren in Amerika, speziell in der Workflow Management Coalition (WfMC, einer in 1993 gegründeten Non-Profit Organisation zur Standardisierungen rund um das Ausführen von Workflows) herausgebildet hat. Grund war die Feststellung der Marktanalysten wie Gartner und Forrester, dass nur der geringere Teil unserer Prozesse in Form von strukturierten Aufgabenketten vordefiniert zur Ausführung gebracht werden kann. Der weitaus größere Teil unserer Prozesse erfolgt eher adhoc, sprich was als nächstes anfällt, entscheidet der Wissensmanager auf Grundlage der aktuellen Situation. Im Deutschen wird Case Management häufig als Fallbearbeitung übersetzt. Typische Anwendungsfälle sind bei den Arbeitsagenturen oder in der Betreuung von schwererkrankten Personen zu finden. Meist fallen während der Bearbeitung mit der Zeit viele Dokumente an, die in einer Akte strukturiert geführt werden. Daher werden hier häufig Produkte von Enterprise Content Management Systemen genutzt, die zusätzlich eine Aufgaben- und Terminverwaltung anbieten. Checklisten und Wissensdatenbanken helfen bei der Durchführung. Der Fall wird überwiegend von einem verantwortlichen Sachbearbeiter betreut.