(N)Onliner Atlas 2012 von D21

Ein Viertel immer noch offline

Johannes Klostermeier ist ein freier Journalist aus Berlin. Zu seinen Spezialgebieten zählen unter anderem die Bereiche Public IT, Telekommunikation und Social Media. Auf cio.de schreibt er über CIO Auf- und Aussteiger.
Der Anteil der Deutschen, die das Internet nutzen, stieg im Jahresvergleich um nur noch 0,9 Prozentpunkte. Hamburg hat das größte Wachstum.

Die Initiative D21 hat die aktuellen Ergebnisse der von TNS Infratest durchgeführten Studie "(N)Onliner Atlas 2012" zu den Basiszahlen der Internet-Nutzer in Deutschland vorgestellt. Die Studie gibt es jetzt im zwölften Jahr, also seit 2001.

Die aktuellen Zahlen der Studie weisen demnach nur noch einen leichten Anstieg der Internetnutzung um 0,9 Prozentpunkte für das vergangene Jahr in Deutschland aus. Damit sind 75,6 Prozent der Deutschen online. Die „Hürde" von 75 Prozent Internetnutzern in Deutschland sei damit erstmals knapp überschritten worden.

15 Millionen sind überzeugte Offliner in Deutschland, sagt D21-Vize Robert Wieland.
15 Millionen sind überzeugte Offliner in Deutschland, sagt D21-Vize Robert Wieland.
Foto: TNS

Der Zuwachs von 0,9 Prozentpunkten sei jedoch „gering". Deswegen zieht der Geschäftsführer von TNS Infratest und Vize-Präsident von D21, Robert Wieland, den Schluss. „Der Trend der vergangenen Jahre bestätigt sich, die Internetzuwachsraten stagnieren zunehmend."

Nur wenige neue Deutsche haben demnach innerhalb des letzten Jahres das Internet für sich entdeckt und auch die Anzahl der Nutzungsplaner ist erneut leicht gesunken. Gaben 2011 noch 3,3 Prozent der befragten Deutschen an, das sie das Internet innerhalb der nächsten zwölf Monate nutzen wollen, sind es 2012 nur noch 3,1 Prozent. Insgesamt werde deutlich, dass der digitale Graben innerhalb Deutschlands noch vorhanden sei: 24,4 Prozent der Deutschen nutzen das Internet nicht.