Nichts geht ohne Kommunikation

Ein Tag im Leben eines IT-Architekten

Schreibt und bearbeitet Karrierethemen - in der Digitalredaktion von COMPUTERWOCHE, CIO-Magazin, ChannelPartner und Tecchannel. Ihre Schwerpunkte sind IT-Arbeitsmarkt, Recruiting, Freiberufler, Aus- und Weiterbildung, IT-Gehälter, Work-Life-Balance, Employer Branding, Führung und und und.  Wenn sie nicht gerade Projekte wie den "CIO des Jahres" betreut. Hofft auf mehr Frauen in der IT.
Was macht eigentlich ein IT-Architekt den ganzen Tag? Wir haben Steffen Schäfer begleitet, der bei IBM Deutschland die strategische Geschäftsentwicklung für Mobilität und Umwelt im Bereich "Smarter Cities" verantwortet.
Steffen Schäfer verantwortet bei IBM die strategische Geschäftsentwicklung für Umwelt und Mobilität im Bereich "Smarter Cities".
Steffen Schäfer verantwortet bei IBM die strategische Geschäftsentwicklung für Umwelt und Mobilität im Bereich "Smarter Cities".
Foto: IBM

8:00 Uhr: Steffen Schäfers Tag beginnt mit einem Händeschütteln. Im Empfangsbereich von IBM in der Hollerithstr. 1 in München begrüßt er die Studentin Eva Gußmann, die in den kommenden zwei Monaten bei ihm ein Praktikum absolvieren wird. Der IT-Architekt zeigt der 20-Jährigen die wichtigsten allgemeinen Räumlichkeiten wie Cafeteria, Materialausgabe und Kantine, dann geht es hoch in den dritten Stock. Hier arbeitet Schäfer mit seinem Team in einem Großraumbüro. Der lichtdurchflutete Raum ist fast leer, an den hellen Holztischen sitzen nur vereinzelt Kollegen. "Es ist August, viele sind im Urlaub", erklärt der Wirtschaftsinformatiker. Viele Kollegen sind auch beim Kunden oder arbeiten im Home Office. "IBM hat sehr flexible Arbeitsmodelle", fügt er hinzu. Schäfer stellt Gußmann seinen Kollegen vor, heute sind eine weitere Praktikantin und eine SAP-Expertin da.

Clean Desk Policy: Am Ende des Tages räumen die IBMer ihre Arbeitsmaterialien in den sogenannten Rollboy. Der wird dann bis zum nächsten Tag im Spind geparkt.
Clean Desk Policy: Am Ende des Tages räumen die IBMer ihre Arbeitsmaterialien in den sogenannten Rollboy. Der wird dann bis zum nächsten Tag im Spind geparkt.
Foto: IBM

Schäfer holt aus einem der vielen Spinde in der Mitte des Raums seinen "Rollboy", einen silbernen würfelförmigen Koffer, der seine gesamten Arbeitsutensilien enthält. "Wir haben bei IBM die ‚clean desk policy’. Das heißt, jeden Abend räumen wir unsere Schreibtische leer und am nächsten Tag suchen wir uns einen neuen Tisch aus", so Schäfer. Nur das Großraumbüro ist fest zugewiesen.

Der 45-Jährige packt seinen Laptop aus, Gußmann hat ihren "eigenen" dabei. Den hat die Studentin, die auf Einladung von IBM an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg in Stuttgart "International Business" studiert, bereits zu Studienbeginn von Big Blue erhalten. Schäfer erklärt ihr, was sie in den kommenden Wochen erwartet und welche Aufgaben sie übernehmen soll.

9:40 Uhr: Schäfer checkt seinen Terminkalender auf dem Laptop. Um zehn steht der erste Conference-Call an, mit Kollegen aus ganz Deutschland. Thema ist die Internationale Automobilausstellung (IAA), die vom 15. bis 25. September in Frankfurt am Main stattfindet. IBM wird dort erstmals vertreten sein. "Das gehört auch zu meinem Job als Geschäftsentwickler, die wichtigsten Botschaften für Messeauftritte zu planen", grinst Schäfer, packt seinen Laptop und macht sich auf die Suche nach einem freien, so genannten "quiet room". In jedem Stockwerk gibt es zusätzlich zu den Großraumbüros geschlossene Räume für vier bis zehn Personen, in denen die IBMer Besprechungen oder die häufigen Conference-Calls abhalten können. Gußmann kommt mit, sie soll an dem Auftritt für die IAA mitarbeiten.

9:45 Uhr: Einen Stock höher ist der freie Raum gefunden: Tisch, Stühle, Flipchart und Telefon gehören zur Standardeinrichtung. Schäfer und Gußmann klappen ihre Laptops auf, Schäfer erklärt das Wichtigste zum Call, geht die Agenda kurz durch, wählt sich ein.