Capgemini Studie

Ein Fünftel aller Applikationen ist überflüssig

25.03.2011
Ima Buxton arbeitet als freie Redakteurin in München. Sie schreibt schwerpunktmäßig zu Strategie- und Trendthemen.
Anzeige  In den Applikations-Landschaften der Unternehmen wimmelt es nur so von veralteten Systemen. Konsolidierungsprojekte sind überfällig. Doch diese konzentrieren sich häufig auf Kostenfragen, notwendige Innovationen kommen einer aktuellen Capgemini-Studie zufolge zu kurz.
Foto: (c) Davido_Fotolia

Applikationen galten bislang stets als Motor für betriebliches Wachstum, indem sie entscheidende Geschäftsprozesse und operative Abläufe unterstützen. Über die Jahre haben indes veraltetete IT-Systemen die Software-Landschaften der Unternehmen geradzu überwuchert, resümiert eine aktuelle Studie des Beratungshauses Capgemini in Zusammenarbeit mit dem IT-Dienstleister HP.

CIOs sehen Notwendigkeit zur Vereinfachung

Für den "Application Landscape Report", haben die Analysten Interviews mit rund einhundert CIOs und IT-Leitern unterschiedlicher Branchen und Unternehmensgrößen in Europa und den USA geführt. Danach gehen die meisten CIOs davon aus, dass sie ihre Applikations-Landschaft langfristig im Rahmen von Konsolidierungsprojekten vereinfachen müssen. 85 Prozent der Befragten sehen einen Harmonisierungsbedarf bei ihren Applikationen. Und nahezu 60 Prozent geben an, dass in ihrem Unternehmen derzeit mehr Anwendungen produktiv laufen als für den Betrieb ihres Geschäftes notwendig. Jede fünfte IT-Applikation (19,9 Prozent) ist nach Einschätzung der Befragten in globalen Unternehmen überflüssig, im eigenen Betrieb rechnet die Hälfte der IT-Verantwortlichen sogar mit einem Anteil von 50 Prozent redundanter Software. Nach Jahren des Sparens, so beurteilen die Capgemini-Analysten die Situation, sei damit der Innovationsdruck in den Unternehmen und deren IT-Abteilungen wieder hoch.

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