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Ein Chip-Sandwich fürs Mobiltelefon gefällig?

03.11.2004

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Speicherkapazität von Mobiltelefonen ist derzeit auf die 128 KB beschränkt, die auf herkömmlichen SIM-Karten (SIM = Subscriber Indentification Module) mit einer Fläche von rund 25 Quadratmillimeter Platz finden. Da aber immer mehr SMS- und MMS-Nachrichten verschickt und gespeichert werden, reicht diese Kapazität kaum mehr aus. Eine zweite SIM-Karte aber findet im Handy keinen Platz.

Infineon will dem Dilemma mit dem "Sandwich"-Chip abhelfen. Dazu hat der Halbleiterhersteller zwei Schaltkreise mit ihrer Funktionsseite aufeinander gelegt. Die beiden Chips sind mit Hunderten von Kontaktstellen verbunden und erhöhen die Speicherkapazität um ein Vielfaches. Infineon will im nächsten Jahr Muster des "SLE88C-FX1MOOP" mit einer Kapazität von 1 MB vorstellen. 2006 sollen die Sandwich-Chips bereits 20 MB fassen können. Das dürfte insbesondere die UMTS-Anbieter freuen, die dann Zusatzdienste wie Adressbuch oder E-Mail-Archivierung anbieten könnten. Das Chip-Sandwich konnte gleich einen Technologiepreis einheimsen: Auf der Messe "Cartes & IT Security 2004" in Paris erhielt ein Infineon-Prototyp den begehrten "Sesames"-Preis als "Beste Hardware". (kk)