Bewerbungen ab morgen

Eigene Domain-Endung ab 120.000 Euro

Simon Hülsbömer
Simon verantwortet redaktionell leitend die Themenbereiche IT-Sicherheit, Risiko-Management, Compliance und Datenschutz. Er hat aber auch Trends wie Big Data, Analytics und Cloud Computing sowie IT-Projekte in den Fachabteilungen im Blick. Außerdem betreut der studierte Media Producer den täglichen Früh-Newsletter und ab und an die iPad-Ausgaben der COMPUTERWOCHE. Aufgaben als Online-News-Aushelfer, in der Traffic- und Keyword-Analyse, dem Content Management sowie die inoffizielle Funktion "redaktioneller Fußballexperte" runden sein Profil ab.
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Ab morgen können sich Interessierte bei der zentralen Vergabestelle ICANN um neue Top-Level -Domains (TLD) bewerben. Web-Adressen mit dem eigenen Firmennamen am Ende sind dann beispielsweise möglich.
Das sind die teuersten DE-Domains des Jahres 2011.
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Foto: Sedo

Der bereits mehrmals verschobene Start der Bewerbungsphase erfolgt nun am morgigen Donnerstag. Darauf weist der IT-Branchenverband Bitkom hin. Wer eine TLD a la ".firma" oder ".stadt" benötigt, kann sich bis Mitte April bei der ICANN (Internet Corporation for Assigned Names an Numbers) bewerben. Alle Anträge sollen bis November nach einem transparenten Verfahren geprüft werden, das unter anderem TLD-Reservierungen zu Spekulationszwecken ausschließt und Markenrechtsinhaber schützt. Zu Beginn des kommenden Jahres könnten die neuen Adressen dann an den Start gehen.

In Deutschland laufen bereits Initiativen für die Adressen ".berlin", ".hamburg" und ".köln". Branchen-Domains wie ".film" oder ".hotel" seien laut Bitkom ebenfalls schon in Planung. Dieter Kempf, Präsident des Branchenverbandes, rät interessierten Unternehmen und Institutionen, sobald als möglich aktiv zu werden und eine Bewerbung einzureichen. Die ist jedoch nicht ganz billig: Allein der Antrag für eine neue TLD schlägt mit rund 120.000 Euro zu Buche. Das Management, die Technik und die nötige Rechtsberatung kosten zudem bis zu weiteren 500.000 Euro, der spätere laufende Betrieb wird vom Bitkom auf bis zu 200.000 Euro jährlich beziffert. Grund ist die Sicherstellung des wirtschaftlichen Betriebs der neuen Adressen. Wer eine eigene Domain-Endung besitzt, übernimmt auch deren komplette Betreuung und fungiert als selbstständiger Provider mit entsprechend hohen Kosten. Privatanwender können sich nicht um eine eigene TLD bewerben.

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