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Egenera: Linux-Server ab 250.000 Dollar

04.09.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Startup-Company Egenera stellt in der kommenden Woche einen Highend-Server mit Linux als Betriebssystem vor. Die Maschine zielt vor allem auf Kunden aus der Finanzwelt und ist ab 250.000 Dollar zu haben. "Bladeframe" kann bis zu 24 so genannte Serverblades (im Prinzip nackte Platinen) mit zwei oder vier Prozessoren beherbergen. Anfänglich kommen 1 Gigahertz schnelle Pentium-IIIs oder "Tualatins" mit 1,26 Gigahertz Taktfrequenz zum Einsatz. Ende des Jahres soll dann eine Ausführung mit 2 Gigahertz schnellen Xeon-CPUs auf Basis des Pentium 4 folgen. Im kommenden Jahr sollen sich weitere Versionen des Produkts dann zu einem Verbund mit bis zu 120 Servern clustern lassen.

Zu den Betatestern für den Bladeframe gehören laut Hersteller unter anderem Credit Suisse First Boston und Goldman Sachs sowie die xSPs Storage Networks und Servervault. Egenera hatte im vergangenen Juli im Rahmen einer Finanzierungsrunde 30 Millionen Dollar erhalten. Durch ihre Konzentration auf den nach Einschätzung von Analysten kleinen, aber lukrativen Markt für Financial Services und Service Provider will die Company die Fehler vermeiden, die anderen Linux-Hardwareanbieter (VA Linux Systems, Cobalt, Network Engines) in der Vergangenheit zum Verhängnis geworden waren.

Weitere Hintergrundinformationen zum Trendthema Blade-Server finden Sie in unserer Rubrik Produkte & Technologien.