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Energiesparen

Effiziente Server sichern die internationale Wettbewerbsfähigkeit deutscher Hosting Provider

Stefan Schasche ist seit 15 Jahren im IT-Bereich als Redakteur, Projektleiter und Autor tätig und kennt sich mit aktueller Hardware ebenso aus wie mit Betriebssystemen oder digitalen Werbeformen. Als Blattmacher war er für verschiedene Zeitschriften aus dem IT-Bereich redaktionell verantwortlich und betreute in diesem Umfeld Autoren auf allen Kontinenten.
Für energieintensive Unternehmen wie Hosting Provider stellen die hohen Strompreise in Deutschland einen erheblichen Nachteil im internationalen Wettbewerb dar. Doch durch effiziente Server mit neuester Technik können sie dies ausgleichen, wie das Beispiel von net.de zeigt.

Elektrischer Strom ist für Deutschlands Hosting Provider ein immenser Kostenfaktor. Weit mehr als eine Milliarde Euro geben die Betreiber von Rechenzentren hierzulande jährlich für Energie aus. Hosting-Rechenzentren erreichen in der Regel einen Stromkostenanteil an den Gesamtkosten von 20 Prozent und mehr, wie eine Studie des Digitalverbands Bitkom belegt.

Die Stromkosten für große Hosting Provider in Deutschland sind vor allem deshalb relevant, weil die Unternehmen in einem weltweiten Wettbewerb mit Anbietern aus Ländern stehen, in denen Energie weit günstiger zu haben ist als hierzulande. Das gilt nicht nur für Hoster in den USA, sondern auch für Konkurrenten innerhalb der EU. Laut Bitkom liegt Deutschland mit 14 Cent pro kWh in Europa an der Spitze der Preisskala für Strom, während die Strompreise in Großbritannien und in den Niederlanden bei 9 Cent/kWh liegen und in Frankreich sogar unter 7 Cent/kWh. Das führt angesichts des immensen Energieverbrauchs großer Rechenzentren zu erheblichen Nachteilen.

Zwar kann der Standort Deutschland im internationalen Wettbewerb zum Beispiel bei der Zuverlässigkeit der Stromversorgung, bei der Rechtssicherheit und bei der Qualität von Zulieferern und Dienstleistern punkten, doch bleiben die gravierenden Nachteile der höheren Energiepreise bestehen und werden auf absehbare Zeit auch nicht kleiner. Ein weiterer Standortnachteil Deutschlands sind zudem die hohen Grundstückspreise - der Zukauf weiterer Liegenschaften ist daher sehr oft keine Option, um ein Rechenzentrum zu vergrößern.

So fällt das Wachstum der Rechenzentrumsflächen im deutschen Topstandort Frankfurt am Main deutlich geringer aus als in anderen europäischen Standorten wie London, Paris oder Amsterdam. Das Wachstum betrug in Frankfurt zwischen 2008 und 2013 etwa 20 Prozent, das in Amsterdam im selben Zeitraum 75 Prozent und das in Paris 57 Prozent. Sogar Madrid hatte mit 24 Prozent ein größeres Wachstum der Rechenzentrumsfläche zu verzeichnen als Frankfurt. Doch die Fallstudie des deutschen Hosters net.de zeigt, dass sich die Probleme unverhältnismäßig hoher Energie- und Grundstückspreise durch effiziente Server mit neuester Intel-Technik überwinden lassen.

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Moderne Servertechnik: Bessere Energieeffizienz

Das Unternehmen net.de aus Hannover stand vor der Herausforderung, seine beiden Rechenzentren mit möglichst Platz- und Energie sparenden, hyperscalefähigen Hochleistungsservern auszustatten. Auf diese Weise wollte net.de kostenseitig wettbewerbsfähig bleiben und ein Wachstum auf gleicher oder nach Möglichkeit sogar kleinerer Standfläche erzielen. "Allein im Jahr 2013 ist unser Neukundengeschäft der Dedicated Private Cloud um 260 Prozent gestiegen und rund 22 Prozent der Bestandskunden wechseln in die Dedicated Private Cloud", erklärt Marvin Neumann, Direktor Sales & Marketing bei net.de in einer Fallstudie, die Sie sich oben herunterladen können.

Weil net.de die Server aller Kunden in den beiden eigenen Rechenzentren vorhält und für die Managed-Services-Angebote sowohl Energie als auch Platz einsparen musste, entschied sich das Unternehmen für die Einführung leistungsstarker und energiesparender Cloud Server mit Intel® Xeon® Prozessoren, die horizontal skalierbar sind. Zur Evaluierung erhielt net.de von Dell eine Reihe von Demogeräten zu Testzwecken. Nach eingehender Prüfung und diversen Tests entschied sich der Provider zum Einsatz von 38 Dell PowerEdge C6220-Servern mit Intel® Xeon® Prozessoren. Diese wurden auf beide Rechenzentren verteilt. Neumann: "Der geringe Platz- und Energieverbrauch der Dell C Server hat uns komplett überzeugt". Dies bedeute nicht nur niedrigere Kosten für die Kunden, sondern ermögliche es auch, die IT der Kunden ohne neue Budgetierung ausfallsicher zu gestalten.

Energieverbrauch drastisch geringer dank neuer Server

Die Entscheidung zugunsten der Dell PowerEdge C6220-Server, die mit CPUs der Intel® Xeon® Prozessor E5-2600 Produkt-Familie bestückt sind, fiel auf Grundlage mehrerer Überlegungen. So ließ sich der vorhandene Platz im Rechenzentrum durch die kompakte Bauweise der C6220-Server wesentlich besser nutzen und die Anzahl der Server pro Quadratmeter deutlich erhöhen. Zudem sind die Serverknoten Hot-Swap-fähig, wodurch net.de bei geänderten Rechenlasten schnell und flexibel reagieren kann. Auch ein dynamisches Zuweisen von Festplatten zwischen Knoten ist möglich, um mehrere Serverkonfigurationen im selben Gehäuse zu erstellen.

Der Dell PowerEdge C6220-Server mit Intel® Xeon® Prozessoren erlaubt den Einsatz von bis zu vier unabhängigen Hot-Swap-Serverknoten in einem Gehäuse.
Der Dell PowerEdge C6220-Server mit Intel® Xeon® Prozessoren erlaubt den Einsatz von bis zu vier unabhängigen Hot-Swap-Serverknoten in einem Gehäuse.
Foto: Dell

Da die neuen effizienten Server sehr zuverlässig arbeiten, kann net.de die internen SLA-Vorgaben (SLA = Service-Level-Agreement) mühelos erfüllen. Diese sehen für die gesamte IT-Umgebung eine monatliche Betriebszeit von mindestens 99,85 Prozent vor. Die hohe Verfügbarkeit ist eine fundamentale Voraussetzung für den Geschäftserfolg des Unternehmens, weil man Kunden in aller Welt und in den unterschiedlichsten Zeitzonen bedient.

Von entscheidender Bedeutung war für net.de jedoch die deutliche Senkung des Energieverbrauchs, der das Unternehmen im Wettbewerb mit ausländischen Anbietern nachhaltig konkurrenzfähig macht. Wegen der Energiestandards in Deutschland seien, so Neumann, einige der größten Mitbewerber in das nahe Ausland umgezogen, wo man günstigere Atomenergie beziehen kann.

Doch net.de ist es mithilfe der C6220-Server von Dell gelungen, den Stromverbrauch um ein Drittel zu reduzieren und damit die Kosten drastisch zu senken und zugleich die Green-IT-Normen zu erfüllen. Eine der Ursachen für den niedrigeren Stromverbrauch ist, dass die moderne Server-Technik mit Intel® Xeon® Prozessoren bei höheren Temperaturen betrieben werden kann. Dadurch fallen weniger Kühlungskosten an als zuvor. Neumann: "Auch können wir unsere Power Usage Effectiveness (PUE) verbessern und den steigenden Energiekosten in Deutschland entgegenwirken, ohne auf Green-IT zu verzichten und somit wesentlich nachhaltiger arbeiten".

Fazit

Das Beispiel von net.de verdeutlicht, wie sich durch effiziente Server deutsche Hosting Provider im internationalen Wettbewerb trotz Standortnachteilen wie hohen Stromkosten und Grundstückspreisen behaupten können. Obwohl die Wettbewerbsintensität weiter zunimmt, lässt sich auf diesem Weg auch die Zahl der zu befürchtenden Abwanderungen von Rechenzentren ins Ausland verringern.

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