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EFF kämpft nun auch in Europa für Verbraucherrechte

08.02.2007
Mit der Eröffnung eines Büros in Brüssel setzt sich die amerikanische Electronic Frontier Foundation (EFF) nun auch in Europa ein. Die Stiftung vertritt Bürgerrechte in Fragen, die das geistige Eigentum betreffen. Dazu zählt etwa der Streit um Softwarepatente oder auch das Digital Rights Management.

Gründer des neuen Sitzes sind Mark Shuttleworth, der südafrikanische Dotcom-Milliardär, der auch durch die Entwicklung von Ubuntu Linux bekannt wurde, und die US-Stiftung Open Society Institute unter Vorsitz des Milliardärs George Soros. Europa-Koordinator von EFF wird Erik Josefsson, vorher Kopf der schwedischen Abteilung der Stiftung für freie Informationsstruktur (FFII). Diese half zuletzt dabei, den Vorschlag eines einheitlichen europäischen Patentrechts abzuwehren.

Welche Themen die EFF in Europa angehen will, ließ sie zunächst offen. Ein potenzieller erster Arbeitsbereich könnte der Streit um Apples Musikplattform iTunes sein. Songs, die online im iTunes Store gekauft werden, können bisher nur auf dem Apples iPod abgespielt werden. Verbraucher wehren sich dagegen, die EFF könnte ihnen helfen.

In den USA hat die EFF bereits viele ähnliche Streitfälle in Verbraucherrechtsfragen gegenüber großen Firmen angestoßen oder unterstützt. Gegner waren unter anderem das amerikanische Justizministerium, Sony BMG und AT&T Inc. (sh)