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EDS wurde 1997 Opfer eines groß angelegten Betrugs

10.03.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Den texanische IT-Dienstleister hat offenbar die langjährige Zusammenarbeit mit dem US-Militär zu leichtgläubig werden lassen: Im Jahr 1997 sprachen bei der Company einige Herren vor, die sich als Offiziere der US-Luftwaffe ausgaben. Die Kunden orderten für einen zweistelligen Millionenbetrag Computer-, Audio- und Video-Equipment für ein angeblich "streng geheimes" Spracherkennungsprojekt der Nato. EDS lieferte in der Hoffnung auf möglicherweise milliardenschwere Folgeaufträge die bestellte Ware in die Niederlande, wo diese mitsamt den dubiosen Auftraggebern auf Nimmerwiedersehen verschwand. Ein Teil der Ausrüstung stammte von den Elektronikfirmen Akai und Pioneer, die EDS inzwischen auf Schadenersatz verklagt haben. Den Betrug entdeckte EDS erst Ende letzten Jahres, gestern wurde er publik gemacht. Inzwischen ermittelt das FBI in der Angelegenheit.