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EDS warnt vor niedrigen Gewinnen für 2003

07.02.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Electronic Data Systems (EDS) hat gestern für das vierte Quartal seines Geschäftsjahres 2002 einen um elf Prozent niedrigen Nettogewinn ausgewiesen als ein Jahr zuvor und gleichzeitig gewarnt, auch für dieses Jahr würden die Profite angesichts der anhaltenden Investitionszurückhaltung unter den Erwartungen liegen. Der texanische IT-Dienstleister erwirtschaftete im vierten Quartal einen Nettogewinn von 360 Millionen Dollar oder 75 Cent pro Aktie im Vergleich zu 405 Millionen Dollar oder 82 Cent je Anteilschein im Berichtszeitraum des Vorjahres. Abzüglich eines einmaligen Zugewinns aus dem Verkauf eines Geschäftsbereichs und aus einem Restrukurierungskredit betrug der Profit aktuell 246 Millionen Dollar oder 51 Cent pro Aktie.

Der Quartalsumsatz ging im Jahresvergleich von 5,8 Milliarden Dollar im vierten Quartal 2001 um fünf Prozent auf 5,51 Milliarden Dollar zurück. CEO (Chief Executive Officer) Richard Brown kommentierte, die Zahlen spiegelten die schwierige Marktsituation wieder. Der EDS-Chef geht davon aus, dass in diesem Jahr die IT-Ausgaben nur niedrig bis mittel einstellig wachsen. "Wir haben eine sehr vorsichtige Sicht des Wachstums für 2003", so Brown.

Für das laufende erste Quartal rechnet EDS mit einem Gewinn zwischen 30 und 35 Cent pro Aktie, deutlich unter den Erwartungen der Wall Street von 43 Cent. Für das gesamte Jahr soll der Profit 1,80 bis 2 Dollar je Anteilschein betragen, die von Thomson First Call befragten Analysten gingen von 2,04 Dollar pro Aktie aus. EDS senkte ferner seine Prognose für den freien Cash Flow für 2003 von zuvor 1 Milliarde auf 700 bis 900 Millionen Dollar.

Die Anleger freute dies wenig. Nachdem die EDS-Aktie zum NYSE-Fixing gestern 53 Cent leichter bei 15,71 Dollar notierte, gab der Kurs nachbörslich um weitere 61 Cent nach. (tc)