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EDS warnt vor neuem Problemauftrag

03.06.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der Turnaround-Erfolg des IT-Serviceriesen Electronic Data Systems (EDS) steht wieder einmal in Frage: Wie das Unternehmen aus Plano, Texas, bekannt gab, könnte das Ergebnis im laufenden zweiten Quartal 2005 von einer hohen Abschreibung belastet werden. Man habe festgestellt, dass EDS die internen Zielvorgaben für einen Großauftrag bei einem kommerziellen Kunden nicht einhalten werde, erklärte die Company in einer Stellungnahme. Während die Auswirkungen auf der Umsatzseite noch nicht fest stünden, sei zu erwarten, dass EDS einen Großteil der bislang in das Projekt investierten 166 Millionen Dollar abschreiben muss. Den Name des Kunden nannte das Unternehmen nicht. Erst vor kurzem hatte der IT-Dienstleister verkündet, dass er eine Reihe von zivilen Aufträgen in den Griff bekommen und den Cashburn bei dem problembehafteten Deal mit der US-Navy gestoppt habe.

EDS ist derzeit nach eigenen Angaben dabei, die bisherigen Prognosen für das laufende Quartal und das Gesamtjahr zu überprüfen. Bislang ging das Unternehmen davon aus, im zweiten Quartal einen Verlust von zwei bis sieben Cent je Aktie zu schreiben. An dem für 2005 angepeilten freien Cashflow von 500 Millionen bis 700 Millionen Dollar halte man jedoch fest, so die Company. (mb)