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EDS versüßt britischen Mitarbeitern das Ausscheiden

20.05.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der texanische IT-Dienstleister Electronic Data Systems versucht, durch das Angebot freiwilliger Abfindungszahlungen rund 200 Mitarbeiter im Bereich Anwendungs- und Infrastruktur-Outsourcing in Großbritannien loszuwerden. Dabei hatte erst vor zwei Monaten ein Konsortium unter Führung von EDS einen "Megadeal" im Wert von 4,4 Milliarden Dollar mit dem britischen Verteidigungsministerium abgeschlossen. Das war für EDS der größte Einzelabschluss seit dem Jahr 2002 und ein Anzeichen dafür, dass es mit dem Unternehmen in Großbritannien nach dem Verlust des Inland-Revenue-Kontrakts im Jahr 2003 wieder aufwärts geht.

Die Stellenabbaupläne von EDS sind allerdings eher unbedeutend im Vergleich zur IBM, die Anfang des Monats eine Verkleinerung ihrer Belegschaft um 13.000 Mitarbeiter angekündigt hatte, vornehmlich in Europa.

Nach Einschätzung der Wall Street steht auch bei Hewlett-Packard demnächst eine große Entlassungsrunde an. Tony Sacconaghi von Sanford Bernstein schrieb in einer aktuellen Research Note, er erwarte, dass der neue Konzernchef Mark Hurd in den kommenden Monaten bis zu 15.000 HP-Mitarbeiter auf die Straße setzen werde. (tc)