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EDS verspricht Wachstum

23.02.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der IT-Outsourcing-Riese Electronic Data Systems (EDS) ist zuversichtlich, das Schlimmste überstanden zu haben. Auf einer Analystenkonferenz präsentierte das Management einen Plan, wie das Unternehmen seinen Jahresumsatz bei mindestens 20 Milliarden Dollar halten und dabei Kosten senken sowie neue Wachstumsmärkte ansteuern könne. So geht CEO Michael Jordan davon aus, dass sich das bislang für EDS katastrophale Outsourcing-Projekt Navy Marine Corps Intranet (NMCI) künftig positiv entwickeln wird. Zusammen mit neuen Aufträgen werde der Navy-Deal den erwarteten Einnahmenrückgang bei dem größten Kunden von EDS, General Motors (GM), mehr als auffangen, prognostiziert Jordan. Im vergangenen Jahr hatte die frühere Konzernmutter GM rund 1,8 Milliarden Dollar zum Gesamtumsatz beigesteuert.

Um Kosten zu sparen, werde EDS bis Ende 2006 insgesamt 21 Entwicklungszentren in Europa und den USA schließen und einen Teil der Jobs nach Indien verlagern, erklärte Finanzchef Robert Swan. Dabei soll die Zahl der Zentren auf dem alten Kontinent von zwölf auf acht sinken. In den USA würden 17 von insgesamt 42 Entwicklungszentren dicht gemacht. Angaben zur Anzahl der wegfallenden Jobs machte EDS nicht.

Das Unternehmen aus Plano, Texas, geht weiterhin davon aus, im laufenden Jahr seinen Umsatz bei 20 bis 21 Milliarden Dollar zu stabilisieren. Der Gewinn vor Sondereffekten wird auf 50 bis 60 Cent je Aktie geschätzt. Der bereinigte Cashflow soll zwischen 500 Millionen und 700 Millionen Dollar betragen.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr hatten die Texaner einen Rückgang der Einnahmen um vier Prozent auf 20,6 Milliarden Dollar verbucht. Gleichzeitig schrieb das Unternehmen mit einem Nettoprofit von 158 Millionen Dollar oder 32 Cent pro Aktie wieder schwarze Zahlen, nachdem 2003 wegen hoher Sonderabschreibungen ein Verlust von 1,70 Milliarden oder 3,55 Dollar je Anteil angefallen war (Computerwoche.de berichtete). (mb)