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EDS übertrifft Erwartungen

03.05.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der Serviceriese Electronic Data Systems (EDS) ist im ersten Quartal 2005 dank Kostensenkungen in die Gewinnzone zurückgekehrt. Das Unternehmen aus Plano, Texas, meldet für die Monate Januar, Februar und März einen Net-toprofit von vier Millionen Dollar oder einen Cent je Aktie, nachdem im Vorjahreszeitraum noch ein Fehlbetrag von zwölf Millionen Dollar oder zwei Cent pro Anteil angefallen war. Hätte EDS damals bereits die Kosten für Mitarbeiteroptionen ausgewiesen, wäre sogar ein Nettoverlust von 44 Millionen Dollar oder neun Cent pro Anteil verbucht worden. Sondereffekte ausgeklammert, drehte das (Pro-forma-)Ergebnis im Jahresvergleich von minus sechs auf plus sieben Cent je Aktie.

Die Umsätze gingen im Jahresvergleich um fünf Prozent auf 4,94 Milliarden Dollar zurück. Schuld daran war zum einen die Kündi-gung eines Servicevertrags durch die britische Gesundheitsbehörde National Health Service (NHS). Die Einnahmen mit General Motors, dem größten zivilen Kunden von EDS, schrumpften um acht Prozent auf 465 Millionen Dollar.

Den Texaner gelang es mit den finanziellen Kennzahlen trotzdem, die Markterwartungen zu übertreffen. Von Thomson First Call befragte Analysten hatten im Schnitt mit einem bereinigten Gewinn von drei Cent je Aktie bei Einnahmen von 4,92 Milliarden Dollar gerechnet.

Nach gut drei Jahren mit rückläufigen Umsätzen sind die Texaner nun wieder optimistisch. So ist der Auftragsbestand dank eines Mega-deals mit dem britischen Verteidigungsministerium gegenüber dem Vorjahr um 87 Prozent auf 7,1 Milliarden Dollar gestiegen. Während die im Zuge des 3,85 Milliarden Dollar schweren Großauftrags anfallenden Vorleistungen das Jahresergebnis voraussichtlich um zehn Cent je Aktie drücken werden, rechnet EDS 2005 erstmals mit einem Breakeven beim problembehafteten Navy-Deal. (mb)