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EDS überrascht mit Quartalsgewinn

01.08.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der IT-Serviceriese Electronic Data Systems (EDS) hat seine Prognosen für das zweite Quartal sowie das Gesamtjahr 2005 deutlich angehoben. Nach vorläufigen Berechnungen erzielte der texanische Outsourcing-Spezialist im Ende Juni abgelaufenen Dreimonatszeitraum einen Gewinn von 26 Millionen Dollar oder fünf Cent pro Aktie. Bereinigt um Einmaleffekte rechnet das Unternehmen aus Dallas sogar mit einem (Pro-forma-)Plus von 45 Millionen Dollar beziehungsweise neun Cent je Aktie. Die von Thomson First Call befragten Analysten waren im Schnitt von einem bereinigten Verlust in Höhe von fünf Cent je Aktie ausgegangen, nachdem EDS im Juni von Schwierigkeiten bei einem Projekt berichtet hatte (siehe auch: "EDS warnt vor neuem Problemauftrag"). Der IT-Dienstleister hatte damals ein Quartalsergebnis von plus zwei bis minus sieben Cent je Aktie in Aussicht gestellt.

Gleichzeitig präzisierte der Konzern nun seine Umsatzprognose auf 5,2 Milliarden Dollar. Die Einnahmen liegen damit am oberen Ende der bisherigen Prognose und übertreffen die mittlere Markterwartung um 120 Millionen Dollar. Der Auftragseingang fiel mit 2,8 Milliarden Dollar dagegen vergleichsweise schwach aus. EDS verwies aber darauf, dass das Unternehmen im ersten Halbjahr 2005 Abschlüsse im Wert von insgesamt knapp zehn Milliarden Dollar getätigt hat. Für das Gesamtjahr wird nun ein Auftragswert von 20 Milliarden Dollar angepeilt.

Den Ausblick für den Pro-forma-Gewinn 2005 hob EDS um zehn Cent auf 50 bis 60 Cent je Aktie an. Sonderkosten von rund 26 Cent eingerechnet, erwarten die Texaner nun voraussichtlich einen Nettoprofit von 24 bis 34 Cent je Anteil.

Einen Grund für das überraschend gute Abschneiden im zweiten Quartal nannte EDS nicht. Die endgültigen Zahlen werden am Mittwoch nach Börsenschluss bekannt gegeben. (mb)