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EDS kehrt in die Gewinnzone zurück

08.02.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der weltweit zweitgrößte IT-Service-Dienstleister Electronic Data Systems (EDS) hat im Schlussquartal 2004 dank Kostensenkungen wieder einen Gewinn erzielt. Das Unternehmen aus Plano, Texas, meldete einen Nettoprofit von 53 Millionen Dollar oder zehn Cent pro Aktie, nachdem im Vorjahreszeitraum ein Verlust von 337 Millionen Dollar beziehungsweise 70 Cent je Anteil verbucht worden war. Restrukturierungskosten und andere Sondereffekte nicht berücksichtigt, schrieb EDS sogar einen Profit von 130 Millionen Dollar oder 25 Cent pro Aktie. Das Unternehmen übertraf damit die Prognosen der meisten Analysten im Schnitt um zwei Cent je Anteil.

Der Umsatz schrumpfte im Jahresvergleich um fünf Prozent auf 5,25 Milliarden Dollar und lag damit unter den Markterwartungen. Auch der für die zukünftige Geschäftsentwicklung wichtige Auftragseingang fiel mit 3,8 Milliarden Dollar unter Plan aus. Im Gesamtjahr 2004 zog der Konzern Aufträge mit einem Gesamtvolumen von 14,9 Milliarden Dollar an Land. Damit stieg das Volumen im Vergleich zum Vorjahr zwar um 13 Prozent, blieb jedoch deutlich unter den von EDS-Chef Michael Jordan anvisierten 17,5 Milliarden Dollar. Als Konsequenz will sich das Unternehmen nun preislich stärker an der Konkurrenz orientieren. Außerdem plant Jordan, den Vertrieb mit 450 Beratern zu verstärken.

Mit diesen Maßnahmen hofft das Management, das Auftragsvolumen im laufenden Jahr um elf Prozent zu steigern. Beim Umsatz rechnet EDS dagegen nur mit einer Stabilisierung auf 20 bis 21 Milliarden Dollar. Der Gewinn vor Sondereffekten wird auf 50 bis 60 Cent je Aktie geschätzt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hatten die Texaner einen Rückgang der Einnahmen um vier Prozent auf 20,6 Milliarden Dollar verbucht. Gleichzeitig schrieb das Unternehmen mit einem Nettoprofit von 158 Millionen Dollar oder 32 Cent pro Aktie wieder schwarze Zahlen, nachdem 2003 wegen hoher Sonderabschreibungen ein Verlust von 1,70 Milliarden oder 3,55 Dollar je Anteil angefallen war.

Für das laufende erste Quartal stellt EDS einen Umsatz zwischen 4,8 Milliarden und fünf Milliarden Dollar in Aussicht. Unter dem Strich wird ein ausgeglichenes bis positives Ergebnis von fünf Cent pro Aktie erwartet. Finanzexperten der Wall Street hatten bislang mit einem Profit von elf Cent je Anteil bei knapp fünf Milliarden Dollar Umsatz gerechnet. (mb)